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Wissenschaft

Globales Gemeingut und Impulsgeber für nachhaltige Entwicklung  
Foto: © Colourbox.de

Wissenschaft

Die UNESCO betrachtet Wissenschaft als globales öffentliches Gut, das allen Menschen gleichermaßen zugute kommen soll. Denn gemäß Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jedes Individuum das Recht, „[…] am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.“ Mit ihren völkerrechtlichen Leitlinien, Wissenschaftsprogrammen und Netzwerken verfolgt die UNESCO das Ziel, nachhaltige Entwicklung voranzutreiben und Impulse für eine stärkere Gemeinwohlorientierung in Wissenschaft und Technologie geben. 

Im Fokus stehen zum einen ethische Fragen neuer Technologien – die Bioethik sowie die Ethik der Künstlichen Intelligenz und der Neurotechnologie –, der freie Fluss von Ideen durch eine offene Wissenschaft (Open Science) und der Abbau struktureller Hürden, denen sich Frauen in der Forschung noch immer gegenüber sehen. Zum anderen bilden der Erhalt der Artenvielfalt und der geologischen Vielfalt, der Schutz von Ozeanen und Küsten sowie die Sicherung der Trinkwasserversorgung wichtige Schwerpunkte. 

Mit ihren (assoziierten) Forschungsinstitutionen und UNESCO-Lehrstühlen hat die Organisation ein globales Netzwerk von Partner*innen, die Wissenschaft im Sinne der Förderung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung betreiben. Zudem setzt sich die UNESCO für die Freiheit und Sicherheit von Personen ein, die in Wissenschaft und Forschung tätig sind.

Die Internationale Dekade der Wissenschaften für nachhaltige Entwicklung (2024–2033) rahmt die Wissenschaftsprogramme der UNESCO. Mit der UN-Dekade ist der Wunsch verbunden, alle wissenschaftlichen Disziplinen und gesellschaftlichen Akteure zusammenzubringen, um jene Wissenschaftskultur zu entwickeln, die es für eine nachhaltige Welt braucht.


Ethik neuer Technologien
Gesellschaftliche Folgen antizipieren

Die UNESCO verhandelt ethische Fragen rund um den technologischen Fortschritt und entwickelt Leitlinien, die weltweit Orientierung bieten. Ihre Schwerpunkte liegen auf der Bioethik sowie der Ethik der Künstlichen Intelligenz und der Neurotechnologie. Zuletzt rücken auch ethische Fragen der Quantentechnologien in den Fokus.

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UNESCO-Lehrstühle
Wissenschaftlicher Austausch und Vernetzung

Das UNESCO-Lehrstühleprogramm ist ein wichtiger Impulsgeber für eine Wissenschaft, die zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung beiträgt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperation im Hochschulbereich und vernetzt weltweit mehr als 1.000 Lehrstühle sämtlicher Disziplinen, 13 davon in Österreich.

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Der Mensch und die Biosphäre
Beziehung zwischen Mensch und Umwelt

Im Zentrum des Programmes stehen die UNESCO-Biosphärenparks, international repräsentative Land-, Wasser- oder Küstenregionen, in denen nachhaltige Entwicklung gelebt wird. Die Bewahrung biologischer Vielfalt und regionaler kultureller Werte werden hier mit sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung in modellhafter Weise verbunden.

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Geowissenschaftliches und Geoparks-Programm
Bewahrung der Ressourcen unserer Erde

UNESCO Global Geoparks sind Landschaften von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, die ein ganzheitliches Konzept zum Schutz des geologischen Erbes verfolgen, das Bildungsangebote und nachhaltige Entwicklung miteinschließt. In Österreich sind drei Gebiete als Geoparks ausgewiesen.

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Hydrologisches Programm
Wissenschaft für eine sichere Wasserwelt

Das Zwischenstaatliche Hydrologische Programm der UNESCO befasst sich mit nationalen, regionalen und globalen Herausforderungen der Wasserbewirtschaftung. Es unterstützt und verknüpft die Forschungen der einzelnen UNESCO-Mitgliedstaaten und hilft diesen beim Aufbau nachhaltiger und resilienter Systeme.

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For Women in Science
Gemeinsames Engagement von L'ORÉAL & UNESCO

Ziel der Kooperation zwischen L’ORÉAL und UNESCO ist die Anerkennung der Beiträge von Wissenschaftlerinnen, insbesondere in der Grundlagenforschung. Damit soll der Abbau der strukturellen Benachteiligung von Frauen vorangetrieben werden, die schon im ungleichen Bildungszugang begründet liegt und sich umso stärker im Zugang zu Karrierewegen in der Wissenschaft zeigt.

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