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Ethik neuer Technologien

Gesellschaftliche Folgen antizipieren  
Foto: © Colourbox.de / Pressmaster

Ethik neuer Technologien

Bereits seit den 1970er-Jahren prägt die UNESCO den globalen Diskurs über die Ethik (in) Technologie und Wissenschaft. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein für die Auswirkungen neuer Entwicklungen in der Forschung auf die Gesellschaft zu schärfen und die Mitgliedstaaten bei der Entwicklung evidenzbasierter Strategien und Maßnahmen in der Wissenschafts- und Technologiepolitik zu unterstützen. Als einzige Unterorganisation der Vereinten Nationen mit einem Mandat für die Wissenschaften entwickelt die UNESCO ethische Leitlinien für Forschung, Entwicklung, Einsatz und Steuerung neuer Technologien. Ihr Schwerpunkt liegt auf der ethischen Governance von Künstlicher Intelligenz und Neurotechnologie, zuletzt rücken auch ethische Fragen der Quantentechnologien verstärkt in den Fokus. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Bioethik.

Seit 1998 wird die UNESCO in diesem Zusammenhang von der Weltkommission für Ethik der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Technologie (COMEST) beraten, einem interdisziplinären Expert*innengremium, das sich aus führenden Wissenschaftler*innen und weiteren Mitgliedern zusammensetzt, die die internationalen Wissenschaftsprogramme der UNESCO und die globalen Wissenschaftsgemeinschaften vertreten. 

© Orio Ikebe (UNESCO)

Ethik der Neurotechnologie

Entwicklung und Einsatz von Neurotechnologien müssen im Rahmen der Menschenrechte, der menschlichen Würde und der UN-Agenda 2030 erfolgen. Vor diesem Hintergrund hat die UNESCO auf der 43. Generalkonferenz in Samarkand (Usbekistan) im November 2025 die Empfehlung zur Ethik der Neurotechnologie verabschiedet, den ersten globalen Völkerrechtstext, der sich eigens den ethischen Herausforderungen neurotechnologischer Anwendungen widmet.

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Ethik der Künstlichen Intelligenz 

Angesichts rasanter Entwicklungen im Bereich der digitalen Technologien hat die UNESCO im Jahr 2021 eine Empfehlung zur Ethik der Künstlichen Intelligenz (KI) verabschiedet. Die UNESCO-Mitgliedstaaten betonen darin, dass KI über den gesamten Lebenszyklus hinweg ethischen Normen genügen muss, insbesondere in Hinblick auf die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte, die Förderung gesellschaftlicher und kultureller Vielfalt und den Schutz der Natur.

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Bioethik

Das UNESCO-Bioethikprogramm wurde im Jahr 1993 ins Leben gerufen, um auf die ethischen und sozialen Fragen der Entwicklungen im Bereich der Medizin und Lebenswissenschaften zu reagieren. Ziel des Programms ist die Verständigung auf gemeinsame Werte und Maßstäbe in Zeiten des globalen Wandels. Der UNESCO-Lehrstuhl für Bioethik an der Medizinischen Universität Wien leistet hierzu auf nationaler Ebene wichtige Arbeit. 

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