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Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Freiräume für Kunst und Kultur  
Foto: © Caroline Minjolle

ResiliArt Talk: Aktuelle Herausforderungen des internationalen Kulturaustauschs

  • 10. Dezember 2020
  • 17:30-19:30
  • Online

Eine Veranstaltung der Österreichischen UNESCO-Kommission in Kooperation mit VIDC/kulturen in bewegung: In drei Tandem-Panels und Video-Performances von Elisabeth Tambwe werden die aktuellen Herausforderungen für Kunst- und Kulturschaffende aus dem sogenannten Globalen Süden in Österreich näher betrachtet und internationale gute Praxisbeispiele hervorgehoben. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Welche Form wird der kulturelle Austausch annehmen, wenn die internationale Mobilität wieder „normal“ ist?
Wo sehen wir die Barrieren für Künstler*innen aus dem Globalen Süden, die in Österreich leben?
Wie stellen wir uns eine faire interkulturelle Zusammenarbeit vor?

Die aktuelle Covid-19-Krise hält die internationale Mobilität auf Eis und hebt Probleme hervor, die seit Jahren vorherrschen: Bestehende Ungleichheiten wirken sich in vielerlei Hinsicht negativ auf Künstler*innen und Kulturschaffende aus dem globalen Süden aus: strenge und komplexe Visumverfahren werden weiterhin eingehalten. Anhaltende Asymmetrien und unzureichende Vorschriften für Arbeitserlaubnisse zwingen in Österreich lebende Kulturschaffende zur Prekarität.

Mit der Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen haben sich die EU und Österreich zu einem Kernziel des internationalen Vertrags verpflichtet: der Vorzugsbehandlung des globalen Südens. Alle Vertragsparteien müssen „die kreative Arbeit unterstützen und die Mobilität von Künstlern aus dem globalen Süden so weit wie möglich fördern“. (Art. 14)

Die Veranstaltung ist der erste Teil einer Reihe öffentlicher Diskussionen, „Forum Fair Culture“. "Forum Fair Culture" wird die Aufmerksamkeit auf Österreichs Engagement für eine Vorzugsbehandlung lenken und eine Plattform bieten, um Barrieren und Bedingungen für Kunst- und Kulturschaffende aus dem sogenannten Globalen Süden zu diskutieren.

Melden Sie sich hier an.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Einladung.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission, der Luxemburgischen UNESCO-Kommission und der Schweizerischen UNESCO-Kommission veröffentlicht die Österreichische UNESCO-Kommission eine deutsche Übersetzung des Flyers der UNESCO zur Vorzugsbehandlung (Preferential Treatment-Flyer), die zum Download aber auch in Printversion zur Verfügung gestellt wird.

Vorzugsbehandlung ist ein Vorteil, den ein Staat des globalen Nordens einem anderen Staat oder einer Gruppe von Staaten des globalen Südens ohne Bedingung der Gegenseitigkeit gewährt. Besonders Industrieländer des Globalen Norden sind aufgefordert durch gezielte Maßnahmen, wie etwa Koproduktionsabkommen, Unterstützung der Zivilgesellschaft, Möglichkeiten zur Einreise in andere Länder, Künstlerische Residenzen, Unterstützung internationaler Initiativen, und durch einen partizipativen Prozess den Kulturaustausch mit Ländern des Globalen Südens zu ermöglichen und zu fördern.

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