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Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Freiräume für Kunst und Kultur  
Foto: © Caroline Minjolle

23. April - Welttag des Buches und des Urheber*innenrechts

Am 23. April 2026 wird weltweit der Welttag des Buches und des Urheber*innenrechts begangen. Der von der UNESCO initiierte Aktionstag wurde 1995 ins Leben gerufen und hebt die Bedeutung von Büchern, Lesen und geistigem Eigentum für Gesellschaft und individuelle Entwicklung hervor.

Ziel des Welttages ist es, die Rolle des Buches als zentrales Medium für Bildung, Information und kulturellen Austausch sichtbar zu machen. Bücher ermöglichen den Zugang zu Wissen, fördern kritisches Denken und tragen wesentlich zur freien Meinungsäußerung bei. Gleichzeitig unterstreicht der Aktionstag die Bedeutung des Urheber*innenrechts als Grundlage für kreatives Schaffen und faire Rahmenbedingungen im Kulturbereich.

Der 23. April wurde bewusst gewählt: Er steht im Zusammenhang mit dem Gedenken an bedeutende Schriftsteller*innen wie William Shakespeare und Miguel de Cervantes, deren Werk bis heute weltweit rezipiert wird. Darüber hinaus geht das Datum auf eine katalanische Tradition zurück, bei der Bücher und Rosen verschenkt werden – ein Brauch, der die Verbindung von Literatur und gesellschaftlichem Leben symbolisiert.

Weltweit beteiligen sich zahlreiche Institutionen – darunter Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Verlage und Buchhandlungen – mit Lesungen, Bildungsangeboten und Veranstaltungen. Diese Aktivitäten fördern die Freude am Lesen und machen die Vielfalt literarischer Ausdrucksformen sichtbar. Gleichzeitig bieten sie Anlass, über den Zugang zu Wissen und die Rolle von Literatur in einer digitalen und global vernetzten Gesellschaft nachzudenken.

Welttag des Buches in Österreich

Auch in Österreich wird der Welttag des Buches mit zahlreichen Aktivitäten begangen, die sich über den gesamten Monat April erstrecken. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, der bundesweit Lesungen in Buchhandlungen initiiert und fördert. Im Rahmen dieser Initiative finden 2026 rund 45 Lesungen statt, bei denen insbesondere Werke von Schriftsteller*innen in Österreich, deren Werke in einem österreichischen Verlag veröffentlicht wurden. Organisiert werden alle Veranstaltungen von Buchhandlungen mit österreichischem Standort. 
Ergänzt wird das Programm durch weitere Angebote wie Veranstaltungen in Bibliotheken und Museen – etwa im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek, das am 23. April mit freiem Eintritt, Führungen und Workshops zum Mitmachen einlädt.

Die Vertretung der Regierung von Katalonien in Mitteleuropa feiert am 23. April den Sankt-Georgs-Tag, auf Katalanisch Sant Jordi, den Tag des Schutzpatrons Kataloniens, der zugleich mit dem UNESCO-Welttag des Buches zusammenfällt. Anlassbezogen findet die Veranstaltung “Kunst und Kultur als Grundrecht” statt und ist dem katalanischen Cellisten, Komponisten und Träger der UN-Friedensmedaille Pau Casals gewidmet. 

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) feiert den Welttag des Buches und des Urheber*innenrechts mit einer Reihe von Präsenz- und Online-Veranstaltungen. Weitere Informationen zum Programm gibt es hier: World Book Day 2026 at IAEA 

World Book Capital 2026

Ein zentrales Element des Welttages ist zudem die jährliche Ernennung einer „Weltbuchhauptstadt“ durch die UNESCO. Mit dieser Auszeichnung werden Städte gewürdigt, die sich in besonderer Weise für Literatur, Leseförderung und den Zugang zu Büchern engagieren und damit einen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung leisten. 2026 übernimmt die marokkanische Hauptstadt Rabat den Titel am 23. April 2026 und trägt ihn für ein Jahr. UNESCO würdigt damit insbesondere das Engagement der Stadt für Leseförderung, die Buchbranche sowie Initiativen zur Stärkung von Bildung und kultureller Teilhabe.

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