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Wissenschaft

Wissenschaft im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitsziele  
Foto: © Colourbox.de

Internationaler Tag der Mädchen in der Informations- und Kommunikationstechnologie

„Expand horizons, change attitudes“ – unter dem Motto wird dieses Jahr am 23. April der Internationale Tag der Mädchen im Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) - Sektor begangen. Dieser Tag wurde ins Leben gerufen um Mädchen und jungen Frauen ein Bewusstsein für die zukunftsweisende Rolle dieses Sektors zu schaffen und sie dazu zu inspirieren und ermächtigen, in dem Bereich tätig zu werden und dabei ihre eigene Zukunft aktiv zu gestalten.

Gerade die aktuelle Pandemie zeigt, wie sehr wir in unserer globalen und vernetzen Welt auf die modernen Kommunikationstechnologien angewiesen sind. Jedoch wird weltweit vielen Mädchen und jungen Frauen der Zugang zu modernen Kommunikationstechnologien allein aufgrund ihres Geschlechts verwehrt. Antiquierte Geschlechterverhältnisse und stereotype Rollenbilder entmutigen Mädchen vielerorts, sich mit Informations- und Kommunikationstechnologien zu beschäftigen oder sogar beruflich in dem Bereich Fuß zu fassen. Dabei bieten gerade digitale Technologien großes Potenzial für die politische, wirtschaftliche und soziale Stärkung von Frauen und Mädchen.

Den Digital Gender Gap überwinden

Die Gesellschaften von morgen werden massiv vom IKT-Sektor geformt, Berufe der Zukunft von Technologien und Innovation geprägt sein. Dennoch ist die Zahl der Studentinnen in technischen Bereichen noch unverhältnismäßig gering. In den zukunftsträchtigen Berufsfeldern in Technik und Informatik arbeiten noch immer zu über 80 Prozent Männer.  

Auch ein Blick auf die Absolventent*innenstatistik zeigt: Bei technischen Hochschulabschlüssen stagniert der Frauenanteil in Europa bei zehn bis 20 Prozent. Digitale Skills werden anfangs zwar bei Mädchen und Burschen als gleich gemessen, allerdings werden sie bei Mädchen kaum oder selten in praktische Skills übergeführt. In den berufsbildenden Schulen fließen digitale Investments in Zweige, die von Burschen dominiert werden.

In den Ländern des globalen Südens ist diese digitale Kluft besonders groß. Diese Benachteiligung trägt zur Ungleichheit der Geschlechter bei und hat erhebliche Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum und die Entwicklung eines Landes.

"Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine Sache des Menschenrechts, aber es liegt auch in all unserem Interesse: Männer und Jungen, Frauen und Mädchen. Die Ungleichheit der Geschlechter und die Diskriminierung von Frauen schaden uns allen. Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass Investitionen in Frauen der effektivste Weg sind um die Gemeinschaften, Unternehmen und Länder zu fördern. Durch die Beteiligung von Frauen werden Friedensabkommen gestärkt, Gesellschaften widerstandsfähiger und Volkswirtschaften stärker… Die Gleichstellung der Geschlechter ist die noch unvollendete Aufgabe unserer Zeit. ", so UN-Generalsekretär António Guterres.

Daten und Fakten

In der Europäischen Union studierten 2016 rund 1,3 Millionen Menschen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Mädchen und Frauen waren größtenteils in der Minderheit und machten nur 17% aller IKT-Studierende aus.

In den EU-Mitgliedstaaten lag ihr Anteil zwischen weniger als 10% in den Niederlanden (6%) und Belgien (8%) sowie über 30% in Bulgarien (33%) und Rumänien (31%). (Quelle: Eurostat

Laut der internationalen Fernmeldeunion (ITU) spielt Technologie heutzutage weltweit in über 90% aller Berufe eine Rolle.

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