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UNESCO

United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization  
Foto: © UNESCO / N. Houguenade

WHO/ UNESCO Initiative: Jede Schule soll eine gesundheitsfördernde Schule werden

Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative veröffentlichten Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNESCO ein Handbuch mit Globalen Standards zur verstärkten Verankerung des Themas Gesundheit in Schulen und zur Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden von Schüler*innen weltweit.

„Bildung und Gesundheit sind von einander abhängige, grundsätzliche Menschenrechte für alle, bilden den Kern eines jeden Menschenrechts und sind essenziell für soziale und ökonomische Entwicklung. Eine Schule, die Gesundheit nicht fördert, ist nicht mehr länger zur rechtfertigen und hinnehmbar. Ich fordere uns alle auf, dazu beizutragen, jede Schule zu einer gesundheitsfördernden Schule zu machen“, betonte Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO, während der virtuellen Auftaktveranstaltung am 22. Juni 2021. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte die zentrale Rolle von Schulen in Bezug auf die Gesundheit von Schüler*innen, Familien und deren Gemeinschaften: „Diese nun veröffentlichten Globalen Standards sollen Schulen dabei unterstützen, (…) Schüler*innen mit Wissen und Kompetenzen über ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auszustatten und so auch ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihre Lebensperspektiven zu verbessern.“

In allen WHO-Regionen sind Kinder und Jugendliche im Schulalter (5-19 Jahre) von einer Reihe weitgehend vermeidbarer Gesundheitsprobleme betroffen, darunter unbeabsichtigte Verletzungen, Auswirkungen von Gewalt, sexuelle und reproduktive Gesundheitsprobleme, übertragbare wie nicht übertragbare Krankheiten und psychische Probleme. Der Bedarf an qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung für 5-19-Jährige ist daher groß. Die Implementierung des Globalen Standards baut daher wesentlich auf schulischen Gesundheitsmaßnahmen und -diensten auf: „School health services“ (SHS) umfassen Maßnahmen, die von einer Gesundheitsfachkraft für Schüler*innen der Primar- oder Sekundarstufe erbracht werden, entweder innerhalb der Schule oder auch ausgelagert. In den meisten Ländern existiert es irgendeine Form von SHS, aber viele dieser Programme arbeiten derzeit nicht evidenzbasiert, werden nicht zufriedenstellend umgesetzt, sind unterfinanziert und/oder haben nur begrenzte Reichweite.

Die Globalen Standards beruhen außerdem auf klarer wissenschaftlicher Evidenz: Bewusstseinsbildung für Hygienemaßnahmen wie Händewaschen können etwa krankheitsbedingte Abwesenheiten im Unterricht in Entwicklungsländern um 21-61% reduzieren, Ernährungsprogramme in Schulen in einkommensschwachen Regionen mit erhöhter Gefährdung für Wurmerkrankungen und Anämie die Ausbildungszeit von Schüler*innen um bis zu 2,5 Jahre verlängern. Schulen bieten also eine einzigartige Gelegenheit, wirksame Gesundheitsförderung in großem Umfang für Kinder und Jugendliche zu implementieren.

https://www.who.int/health-topics/health-promoting-schools#tab=tab_1

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