Springe zum Hauptinhalt

Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Freiräume für Kunst und Kultur  
Foto: © Caroline Minjolle

UNESCO-Weltkulturbericht: Kulturpolitik neu gedacht

Am 13. Dezember 2022 versammelten sich Expert*innen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft in Wien zu der kulturpolitischen Tagung "UNESCO-Talk", organisiert durch die Österreichische UNESCO-Kommission. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der UNESCO-Weltkulturbericht und die Frage: Wie können wir aus internationalen Erfahrungen lernen? Mit dabei waren u.a. Fiston Mwanza Mujila (Autor), Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst), Anna Gaberscik (Antirassimus-Trainerin und Künstlerin) und Ayse Caglar (Universität Wien).

Vielfalt kultureller Ausdrucksformen: Eine Kulturpolitik des Ermöglichens

Kunst und Kultur haben mehr als nur ökonomischen Wert. Eine Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verlangt kulturpolitische Rahmenbedingungen, die Räume fernab von Marktlogik öffnen und die kulturellen Rechte aller sichern. Das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005) ist hierbei wesentlich: als Magna Charta der internationalen Kulturpolitik ist es verbindlich für die unterzeichnenden Staaten.

Wie das UNESCO-Übereinkommen weltweit umgesetzt wird, zeigt der UNESCO-Weltkulturbericht. Die dritte Ausgabe (2022) erfasst kulturpolitische Trends sowie weltweite Bewegungen innerhalb des Kultursektors und zeigt deutlich, dass die aktuellen Krisen längerfristige Folgen nach sich ziehen. Ungleichheiten, die sich lokal aber auch global bereits verschärft haben, drohen noch weiter zu wachsen.

Aus internationalen Erfahrungen lernen

10 Expert*innen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft widmeten sich in themenspezifischen Analysen dem UNESCO-Weltkulturbericht mit dem Ziel, diesen greifbar für den österreichischen Kontext zu machen. Was können wir aus den internationalen Erfahrungen lernen? Wo gibt es Handlungsbedarf? Im Rahmen des UNESCO-Talks am 13. Dezember 2022 präsentierten die Expert*innen ihre Analysen zu den Themen: Soziale Lage & Prekariat | Nachhaltige Regionalentwicklung | Globale Asymmetrien & Künstlerische Mobilität.  Besonders im Fokus des UNESCO-Übereinkommens steht die partizipative Politikgestaltung unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft. Der UNESCO-Talk versammelte daher Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft und brachte sie miteinander ins Gespräch. 

Die Präsentationen ermöglichten einen konkreten Einblick in den UNESCO-Weltkulturbericht. Die Expert*innen zeigten kulturpolitische Trends auf. Sie gaben Empfehlungen für kulturpolitische Akteur*innen in Österreich und stellten dabei die Grundbedingung des UNESCO-Übereinkommens ins Zentrum: eine Vielfalt kultureller Ausdrucksformen kann nur dann geschützt und gefördert werden, wenn Kulturpolitik nachhaltig und fair gedacht wird.

Die Analysen werden als Online-Publikation im Jänner 2023 veröffentlicht. 

Jung, flexibel und ungebunden?
Soziale Lage und Prekariat im Fokus
Mit Daniela Koweindl (ARGE Kulturelle Vielfalt & IG Bildende Kunst), Anna Gaberscik (Künstlerin), Anita Moser (Interuniversitäre Einrichtung Wissenschaft und Kunst)

Kulturarbeit als Katalysator
Nachhaltige Regionalentwicklung im Fokus
Mit Fiston Mwanza-Mujila (Autor & Forum Stadtpark), Alina Zeichen (IG KiKK), Olga Kolokytha (Universität Wien & Universität für Weiterbildung Krems)

Mobilität, Visa & Aufenthalt schwer gemacht
Globale Asymmetrien im Fokus
Mit Sabine Kock (ARGE Kulturelle Vielfalt & Smart Mobility), Rémi Armand Tchokothe (Universität Wien), Daria Tchapanova (Künstlerin) und Ayşe Çağlar (Universität Wien)

Mit Dank für die finanzielle Unterstützung der Veranstaltung an das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. 

Galerie