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Dokumentenerbe

„Memory of the World“/„Gedächtnis der Menschheit“  
Foto: © Österreichische Nationalbibliothek

Die Handschriften der Ambraser Sammlung in der Österreichischen Nationalbibliothek und im Kunsthistorischen Museum Wien
Österreichische Nationalbibliothek, Kunsthistorisches Museum Wien, aufgenommen 2018

Die Handschriften der Ambraser Sammlung überliefern den ältesten, bis in das 14. Jahrhundert zurückgehenden Kernbestand der habsburgischen Büchersammlung.

Darunter befinden sich historische, juridische, medizinische und theologische Werke, kunsthistorisch bedeutende Prachthandschriften wie jene aus der Hofschule des böhmischen Königs Wenzel IV. (gest. 1419), die Kaiser Friedrich III. (gest. 1493) in seinen Besitz gebracht hat, ebenso wie zahlreiche Codices aus der Sammlung Kaiser Maximillians I (gest. 1519).

In seinem Auftrag entstanden z. B. das Ambraser Heldenbuch, das mehrere mittelhochdeutsche Epen als einziges Buch handschriftlich überliefert oder autobiographische Werke wie der Weisskunig. Dieser Bestand wurde von Erzherzog Ferdinand II von Tirol (gest. 1595) aus Innsbruck nach Schloss Ambras transferiert und erweitert. Die bedeutendste Erwerbung war die Sammlung des Grafen Wilhelm Werner von Zimmern (gest. 1575), die viele deutsche literarische Werke des Spätmittelalters enthält. Nach dem Aussterben der Tiroler Linie der Habsburger ließ Kaiser Leopold I. (gest. 1705) im Jahr 1665 den Großteil der Bücher in die Wiener Hofbibliothek übertragen, weitere Bücher kamen im Jahr 1936 durch Tausch aus der Ambraser Sammlung des Kunsthistorischen Museums. Ein geringerer Teil der Sammlung befindet sich heute noch in den Beständen des Kunsthistorischen Museums Wien.

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