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Wissenschaft

Wissenschaft im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitsziele  
Foto: © Colourbox.de

FOR WOMEN IN SCIENCE 2025 – Vier exzellente Forscherinnen ausgezeichnet

L'Oréal, die Österreichische UNESCO-Kommission, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) zeichneten am 7. Oktober bereits zum 19. Mal vier exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen mit dem "For Women in Science"-Förderpreis aus.

Die Wissenschaft lebt von Diversität. Sie braucht die besten Köpfe aus den unterschiedlichsten Denkschulen und mit diversesten Hintergründen, um auch die besten Resultate hervorbringen zu können. Die Wissenschaft gilt jedoch nach wie vor als Männerdomäne, gerade in den Naturwissenschaften sind Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert.

Die FOR WOMEN IN SCIENCE-Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, diesem Missstand entgegenzuwirken. Im Rahmen der L’ORÉAL Österreich Stipendien werden jährlich vier exzellente junge Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet und öffentlich sichtbar gemacht. Damit sollen nicht nur die Karrieren dieser Frauen vorangetrieben, sondern auch Vorbilder geschaffen werden, die Mädchen und junge Frauen dazu ermutigen, es ihnen gleichzutun. 

Am 7. Oktober erneut vier exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen mit dem "For Women in Science"-Förderpreis ausgezeichnet und im Festsaal der Akademie der Wissenschaften in Wien feierlich geehrt.

Die Stipendiatinnen

Die mit jeweils 25.000 Euro dotierten Förderpreise ergingen 2025 an:

  • Dr.in Nida Ali (Universität Wien, Fakultät für Psychologie) erforscht die Alpha-Amylase-Aufwachreaktion als möglichen Biomarker für Stress und will so Diagnosen des autonomen Nervensystems präziser machen.
  • Theresa Haitzmann, BSc MSc (Medizinische Universität Graz, Institut für Molekularbiologie und Biochemie) untersucht, wie Lungenkrebszellen alternative Zucker wie Mannose nutzen, um Therapien zu umgehen - und eröffnet damit neue Wege in der Onkologie.
  • Darja Rohden, BSc MSc (Universität Wien, Institut für Biologische Chemie) entwickelt neue NMR-Methoden, um Signalweiterleitungen in Enzymen sichtbar zu machen - Erkenntnisse, die für die Wirkstoffforschung entscheidend sein können.
  • Dr.in Angeliki Spathopoulou (Universität Innsbruck, Institut für Molekularbiologie) nutzt 3D-Gehirnorganoide, um die molekularen Ursachen von Schizophrenie zu entschlüsseln und neue Diagnosemöglichkeiten zu entwickeln.

Ein internationales Programm

FOR WOMAN IN SCIENCE ist eine weltweite Partnerschaft von L'ORÉAL und UNESCO, die 1998 ins Leben gerufen wurde und bisher über 3.600 Frauen aus allen Erdteilen mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet hat. In Österreich ist 2007 – in Anlehnung an das internationale Programm – eine Kooperation von L'ORÉAL Österreich mit der Österreichischen UNESCO-Kommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften entstanden, mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums.

In der Vergangenheit konnten zahlreiche internationale Stipendiatinnen eine erfolgreiche Forschungskarriere aufbauen und wichtige wissenschaftliche Ergebnisse erarbeiten. Bereits sieben unter ihnen wurden für ihre Arbeiten mit dem Nobelpreis ausgezeichnet:
Emmanuelle Charpentier und Jennifer A. Doudna (Nobelpreis für Chemie 2020), Christiane Nüsslein-Volhard (Nobelpreis für Medizin 1995), Ada Yonath (Nobelpreis für Chemie 2009), Elizabeth H. Blackburn (Nobelpreis für Medizin 2009), Katalin Kariko (Nobelpreis für Medizin, 2023) und Anne L’Huillier (Nobelpreis für Physik, 2023).

Die nächste Ausschreibung der erfolgreichen L’ORÉAL Österreich Stipendien findet im Frühjahr des folgenden Jahres statt. Die Deadline für Einreichungen ist für den 1. Februar 2024 anberaumt. Weitere Informationen werden zeitgerecht auf der Website der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht.

Links

Gruppenfoto mit zehn Personen (v.l.n.r.) Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung), Matthieu Peyraud (Botschafter der Rep. Frankreich in Wien), Edzard Meenen (Country Coordinator L'Oréal Österreich), Dr.in Nida Ali, Theresa Haitzmann, Dr.in Angeliki Spathopoulou, Dr.in Sabine Haag (Präsidentin österr. UNESCO-Kommission), Darja Rohden, Univ. Prof. Dr. Heinz Faßmann (Präsident ÖAW) und Moderatorin Kati Bellowitsch
Nahaufnahme von ÖUK-Präsidentin Sabine Haag und FBP Eva-Maria Holzleitner im Publikum. Der Hintergrund ist verschwommen
© L'Oréal
Bühne, im Hintergrund ein dunkelblaues Banner mit weißen dem Schriftzug "For Women in Science" und mehreren weißen Stühlen. Auf der Bühne stehen dzard Meenen, Country Coordinator & Market Director Consumer Products, L'Oréal Österreich, Moderatorin Kati Bellowitsch und ÖUK Präsidentin Sabine Haag
© L'Oreal
Bühne mit fünf Sesseln, auf denen die vier Preisträgerinnen und die Moderatorin Sitzen (v.l.n.r.): Dr.in Angeliki Spathopoulou, Darja Rohden,Dr.in Nida Ali, Theresa Haitzmann und Kati Bellowitsch
© L'Oréal

„Die Gleichstellung der Geschlechter auch eine der globalen Prioritäten der UNESCO. Stereotype und der Gender-Bias perpetuieren Ungleichheiten bei der Auswahl von Studienfächern und Karrieren. Während 54% der Studierenden in Österreich weiblich sind, sinkt der Anteil bei Professuren auf nur 28%. Das ist ein Verlust von Talent, den wir uns nicht leisten können. Frauen bringen die Wissenschaft voran, und die Wissenschaft bringt die Welt voran."

Dr.in Sabine Haag, Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission