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Querschnittsthemen

 

Österreich-Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts

Inklusive und hochwertige Bildung für alle - zu diesem Ziel der UN Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet. Doch wie steht es um inklusive Bildung in Österreich und weltweit? Am 28. Jänner wurde der UNESCO-Weltbildungsbericht zum Thema "Inklusion und Bildung: All Means All" online präsentiert und anschließend mit Expert*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft diskutiert.

Die Österreichische UNESCO-Kommission und die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) veranstalteten die Online-Präsentation des aktuellen UNESCO-Weltbildungsberichtes "Inklusion und Bildung: All Means All" am Donnerstag, den 28. Jänner 2021.

Inklusion und Bildung: All means All

Inklusive und hochwertige Bildung für alle zu gewährleisten ist eines der Ziele der UN-Agenda 2030, die auch Österreich unterzeichnet hat. Wie steht es mit der Umsetzung in Österreich und auf globaler Ebene? Wie viele Kinder und Jugendliche sind nach wie vor von Schulbildung ausgeschlossen und welche Strategien gibt es, um das zu ändern? Wie wirkt sich die COVID-19-Pandemie auf Inklusionsbemühungen aus?

Diesen Fragen geht der UNESCO-Weltbildungsbericht, der sogenannte Global Education Monitoring Report (GEM) 2020 nach. Der GEM wird jährlich von einem bei der UNESCO angesiedelten unabhängigen Team aus Expert*innen herausgegeben und überprüft die Fortschritte bei der Erreichung des internationalen Bildungsziels. Die aktuelle Ausgabe ist dem Thema der Inklusion gewidmet.

Der Bericht versteht Inklusion als breites Phänomen, das alle Lernenden einschließt, legt aber einen spezifischen Fokus auf Menschen mit Beeinträchtigungen. Er analysiert Bildungssysteme und -politiken und erarbeitet Empfehlungen.

Nationale Präsentation in Österreich

Die Österreichische UNESCO-Kommission und die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) veranstalteten die Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichtes in Österreich. Internationale und nationale Expert*innen analysierten Fragen der Bildungsinklusion auf globaler und nationaler Ebene und gingenauf die aktuellen Herausforderungen ein, die sich durch die globale Bildungskrise der COVID-19-Pandemie ergeben.

Die Veranstaltung fand in deutscher Sprache statt und wurde in die Österreichische Gebärdensprache übersetzt.

Die Aufzeichnung der Veranstaltung wird demnächst veröffentlicht.

Programm

Begrüßung und Einleitung

16.00 Uhr
Patrizia Jankovic, Österreichische UNESCO-Kommission
Terezija Stoisits, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Weltbildungsbericht „Bildung und Inklusion: All means All“

16.10 Uhr
Präsentation des Global Education Monitoring Report 2020
Bilal Barakat, GEM Report Team Member

16.45 Uhr
Der Weltbildungsbericht 2020 - Ergänzende Überlegungen zur Inklusion im Bildungswesen in Österreich
Gottfried Biewer, Humboldt-Universität zu Berlin / Universität Wien

17.00: Pause

Podiumsdiskussion
17.10: Podiumsdiskussion mit anschließender Publikumsdiskussion

Terezija Stoisits, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Johanna Mang, Licht für die Welt
Katharina Müllebner, BIZEPS - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben

18.00 Abschluss

Teilnehmer*innen

Dr. Dr. Bilal Barakat
Bilal Barakat ist seit 2018 als Senior Policy Analyst Teil des Teams des UNESCO-Weltbildungsberichts. In seiner Forschung im Bereich der Bildungspolitik, Bildungsplanung und Statistik fokussiert er auf demographische, ökonomische und methodologische Aspekte. Zuvor forschte und unterrichtete er zu diesen Themen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Barakat wird regelmäßig von internationalen Entwicklungsorganisationen als Experte konsultiert. Seine Forschungsergebnisse wurden in führenden internationalen Journals veröffentlicht sowie in bedeutenden internationalen Berichten wie beispielsweise jener des Weltklimarats (IPCC). Nach dem Studium der Mathematik an den Universitäten Oxford und Cambridge hat Barakat in Oxford in Bildungswissenschaften promoviert und sich anschließend an der WU Wien zu Bildung und Demographie habilitiert.

Univ.-Prof. Dr. Gottfried Biewer
Gottfried Biewer war von 2004 bis 2020 Professor für Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien und leitete in dieser Zeit mehrere Projekte des Wissenschaftsfonds FWF, der European Science Foundation und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, bei denen es um Behinderung und Inklusion im internationalen und globalen Rahmen ging. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten der letzten Jahre lag im Aufbau Inklusiver Pädagogik in der Lehrer*innenbildung. Im vergangenen Jahr leitete Gottfried Biewer im Auftrag des Sozialministeriums ein Projekt, das den Nationalen Aktionsplan Behinderung 2012–2020 der Bundesregierung evaluierte, bei dem es um die Umsetzung der UN-Behindertenrechts-konvention in Österreich ging. Seit Oktober 2020 ist Biewer Gastprofessor am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Dipl.Ing. Johanna Mang M.S.
Johanna Mang ist seit zehn Jahren bei Licht für die Welt engagiert. Als Programmdirektorin leitete sie die programmatische Arbeit unter anderem in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und setzte sich für eine inklusive Gesellschaft ein. Heute fokussiert sie sich als „Head of Rights and Advocacy“ ganz auf die anwaltschaftliche Arbeit in den Bereichen Inklusive Bildung, Augengesundheit und Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit. Vor 2010 leitete Johanna die Abteilung „NGO-Zusammenarbeit und Humanitäre Hilfe“ der Österreichischen Entwicklungsagentur (ADA). Vor 2004 war Mang viele Jahre für österreichische und internationale NGOs tätig, die in der Entwicklungszusammenarbeit und im Umweltschutz engagiert sind; dazu gehören der WWF und CARE Austria. Sie hat zwei Universitätsabschlüsse, in „Raumplanung“ (Technische Universität Wien, Wien 1986) und in „Resource Policy“ (University of Michigan, Ann Arbor, USA, 1990).

Mag.a Katharina Müllebner
Katharina Müllebner ist seit 2012 ausgebildete Heil- und integrative Pädagogin mit Schwerpunktsetzung auf Gender Studies und psychoanalytische Pädagogik. Sie ist seit 2016 im Verein BIZEPS tätig, der eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige in Wien betreibt. Hier ist sie im redaktionellen Bereich des Vereins und als Peer-Beraterin aktiv. Davor arbeitete Müllebner u.a. im Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Bibliothek der WU sowie als freischaffende Journalistin. Müllebner ist Rollstuhlfahrerin und seit 2013 ehrenamtliche Redakteurin für den inklusiven Online-Radiosender Freak Radio.

MinRin Mag.a Terezija Stoisits
Terezija Stoisits ist Menschenrechtskoordinatorin im BMBWF und fungiert seit 2015 als Ansprechperson für Bildung von Kindern und jugendlichen Flüchtlingen im Schulsystem. Sie ergänzt die bestehenden Verbindungen zu den Bildungsdirektionen und den Pädagogischen Hochschulen. Um Flücht-lingskinder optimal betreuen und integrieren zu können, unterstützt sie dabei auch die Vernetzung von schulnahen Institutionen. Stoisits ist Juristin, ehemalige Nationalratsabgeordnete der Grünen und hatte 2007-2013 die Position der Volksanwältin inne. In ihrer parlamentarischen Arbeit widmete sie sich vor allem den Themen Minderheiten, Menschenrechte, Migration, Justiz und Vergangenheitspolitik. Ehrenamtlich ist sie Vorstandsvorsitzende des Wiener Wiesenthal Instituts-VWI und Vizepräsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte

Moderation: Dr.in Margarita Langthaler, ÖFSE

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen zur Veranstaltung an: tiefenbacher@unesco.at.

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