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Querschnittsthemen

 

UNESCO-Schulprojekt Wachau: "Welterbe beGreifen"

Das UNESCO-Schulprojekt in der Wachau „Welterbe beGreifen“, initiiert durch das Welterbemanagement Wachau, ermöglicht es Schüler*innen der UNESCO-Schulen Stiftgymansium Melk, HLF Krems, BHAK Krems und BRG Ringstraße Krems die verschiedenen Aspekte und Besonderheiten der seit 2000 als UNESCO-Welterbe gelisteten Kulturlandschaft Wachau und die damit verbundene Handwerkstradition des Trockensteinmauerns kennenzulernen.

Im Rahmen der eintägigen Exkursion bestand für die Schüler*innen zum einen die Möglichkeit mit der Unterstützung des Experten Rainer Vogler und weiteren Trockensteinmauer-Trainer*innen aus der Region praktische Erfahrung beim Bau einer Trockensteinmauer zu sammeln.  Die traditionelle Technik des Trockensteinmauerns ist wesentlicher Bestandteil des Erhalts der bedeutenden Kulturlandschaft Wachau und seit vergangenem Jahr im Nationalen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich gelistet. Zum anderen konnten die Schulklassen mit dem Landschaftspfleger Sebastian Galla das zukünftige Naturschutzgebiet Pritzenau bei Rossatz erkunden. Für den Nachmittag stand eine Radtour durch die Wachaugemeinden Weißenkirchen und Rossatz-Arnsdorf auf dem Programm, begleitet von den Austria Guides Christine Emberger und Kathrin Mandl, die den Schüler*innen die Geschichte und Aspekte des Welterbes Wachau näherbrachten. Den Abschluss der Exkursion bildete eine Fahrt mit den Rollfähren und ein Besuch der Wehrkirchen in St. Michael bzw. Weißenkirchen. Während die erste Exkursion bereits Anfang Mai stattfand, sind bis Ende Juni weitere Termine mit insgesamt 15 Klassen aus den vier UNESCO-Schulen aus der Region geplant.

Ingeborg Hödl, Managerin der Welterbestätte Wachau und Initiatorin des Projektes kann sich gemeinsam mit Projektleiter Michael Tanzer über die positive Resonanz freuen: „Die Kooperation mit den UNESCO-Schulen bietet eine wertvolle Chance, die Werte der Kulturlandschaft Wachau, aber auch die Bedeutung traditionellen Handwerks für den Erhalt dieser Kulturlandschaft und dieses besonderen Ökosystems zu vermitteln und dazu beizutragen, die kommenden Generationen für die Schutzwürdigkeit dieser Region zu sensibilisieren.“

Auch Patrizia Jankovic, Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission, begrüßt diese themenübergreifende Initiative: „Dieses Projekt verbindet nicht nur eindrucksvoll die unterschiedlichsten Aspekte einer Kulturlandschaft, sondern ist in seiner Vielfältigkeit auch ganz im Sinne der UNESCO: Der Schutz des Welterbes, die Weitergabe immateriellen Kulturerbes und Bildung für Nachhaltige Entwicklung werden hier gemeinsam und ganzheitlich gedacht und Schüler*innen hautnah vermittelt“.

Trockenmauer-Experte Rainer Vogler bringt Schüler*innen die traditionelle Handwerkstechnik des Trockensteinmauerns näher.
© Christine Emberger
Trockensteinmauern bilden ein wesentliches Merkmal der Wachau. Ihr Erhalt leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des außergewöhnlichen universellen Wertes der UNESCO-Welterbestätte.
© Christine Emberger
Die Schüler*innen hatten die Gelegenheit, sich selbst im Trockensteinmauern zu versuchen.
© Christine Emberger
© Christine Emberger
Welterbevermittlung vor Ort
© Christine Emberger
Naturräumliche Aspekte spielen für eine Kulturlandschaft eine wesentliche Rolle.
© Christine Emberger