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Querschnittsthemen

 

Stellungnahme der Österreichschen UNESCO-Kommission zu aktuellen Entwicklungen im Welterbe 'Historisches Zentrum von Wien'

Die österreichische UNESCO Kommission begrüßt die geäußerte Bereitschaft des Investors bzw. der Stadt Wien, das Projekt am Heumarkt so zu verändern, dass das Welterbe "Historisches Zentrum von Wien" mit seiner historischen Stadtlandschaft bzw. -silhouette in seiner Einzigartigkeit bewahrt bleibt. Festzuhalten ist jedoch, dass es sich bei der besagten Höhenbeschränkung eines Neubaus von 43 Metern nicht um eine Vorgabe der Österreichischen UNESCO-Kommission handelt.

Die Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission, Mag. Patrizia Jankovic, betont: "Die besagten 43 Meter sind das Resultat dreier internationaler Expert*innengutachten, welche besagen, dass sich eine städtebauliche Entwicklung am Heumarkt-Areal am Bestand orientieren muss, um die geschützte historische Stadtsilhouette zu bewahren. Die Österreichische UNESCO - Kommission hat diese internationale Expertise, welche die Basis für die Entscheidungen des Welterbekomitees bildet, in den vergangen Jahren transportiert und kommuniziert."

Bereits im Jahr 2012 wurde in einem Report der Advisory Mission von ICOMOS aufgrund der allgemeinen städtebaulichen Entwicklung seit 2012 eine massive Beeinträchtigung der Integrität der historischen Stadtlandschaft Wiens festgestellt. Dabei wurde auch die deutliche Empfehlung ausgesprochen, im Zuge einer etwaigen Neugestaltung des Areals Heumarkt, die Chance zu nutzen, den Störfaktor durch das Intercontinental Hotel, welches zum Zeitpunkt der Einschreibung bereits bestand, zu reduzieren. Eine Höhenentwicklung über den Bestand würde die historische Stadtsilhouette beeinträchtigen. Im genauen Wortlaut heißt es:

"With this project being planned, the challenge lies in the visual relationship between the building of the Hotel Intercontinental (volume, height) and Belvedere Palaces and garden. Currently, this hotel (constructed far before the inscription of the Historic Centre of Vienna on the World Heritage List) strongly disturbs the famous view from Belvedere. Therefore, no increase to the building’s height should be aimed at in connection with the redo. On the contrary, it is warmly recommended to use this opportunity to reduce the height of the building and therefore reduce its negative visual impact. (ICOMOS Advisory Mission 2012)."

Diese Aussage spiegelt sich auch in den entsprechenden Entscheidungen des Welterbe-Komitees wieder und wurde auch im Rahmen der Advisory Missions 2015 und 2018 wiederholt bestätigt.

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