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Reporter ohne Grenzen veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit

Die weltweite Rangliste der Pressefreiheit ist von Reporter ohne Grenzen Mitte April veröffentlicht worden. Sie misst durch 117 Fragen die Situation von Journalist*innen, Medienhäusern und zivilen Bürgerreporter*innen in 180 Ländern. Österreich ist von Platz 16 weiter auf Platz 18 abgerutscht. 

Die ersten Plätze belegen Norwegen, Finnland und Dänemark. Damit sind weiterhin sieben von zehn Ländern in den Top Ten europäisch. Auf Rang 6 liegt Jamaika, auf Rang 7 Costa Rica und auf Rang 9 Neuseeland. Am weitesten aufgeholt haben der Sudan (Rang 159, +16 Plätze), die Malediven (79, +19) und Malaysia (Rang 101, +22 Plätze).

Die größten Verlierer sind Haiti (83, -21), die Komoren (75, -19) und Benin (113, -17). Auch Hong Kong (80, -7 Plätze), Frankreich (34, -2 Plätze), Großbritannien (35, -2 Plätze) und Ungarn ( 89, - 2 Plätze) sind im Index weiter gesunken. Auf den letzten drei Rängen liegen Eritrea, Turkmenistan und Nordkorea. 

Verschlechterung für Österreich  - von Platz 16 auf Platz 18 

Dieses Jahr ist Österreich in der ROG Rangliste von Platz 16 auf Platz 18 weiter abgerutscht, nachdem sich bereits 2019 mit dem Verlust von gleich fünf Plätzen im Ranking eine eindeutige Verschlechterung der Lage für Medienschaffende abgebildet hat. 

 “Der Verlust von zwei Plätzen im Ranking ergibt sich vor allem daraus, dass wir im vergangenen Jahr einen steigenden Druck auf die unabhängige und kritische Berichterstattung in Österreich spüren konnten und der ging nicht nur von der Regierung selbst aus.” bilanzierte Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich.

Weiters analysiert sie: „Die Angriffe auf die Pressefreiheit, die unter schwarz-blau vermehrt in Österreich zu beobachten waren, haben weder seit Ende der schwarz-blauen noch mit Antreten der schwarz-grünen Koalition ein Ende genommen. Deshalb zeigt uns die Verschlechterung in der Rangliste der Pressefreiheit vor allem, dass wir wachsam bleiben und Presse- und Informationsfreiheit aktiv verteidigen müssen.

Der globale Indikator der Pressefreiheit ist um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was eine minimale Verbesserung der weltweiten Lage der Pressefreiheit bedeutet. Für den Zeitraum seit seiner Einführung 2013 zeigt der globale Indikator der Pressefreiheit jedoch eine Verschlechterung um 13 Prozent an. 

In Asien hat sich die Lage der Pressefreiheit 2020 insgesamt verschlechtert, in den übrigen Weltregionen – auf sehr unterschiedlichem Niveau – leicht und in Afrika deutlich (um 3,1 Prozent) verbessert. Am schlechtesten steht es um die Pressefreiheit im Nahen Osten und Nordafrika, gefolgt von Osteuropa und Zentralasien. Im regionalen Vergleich am besten ist die Situation in den Staaten der EU und des Balkans.

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