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Querschnittsthemen

 

In Graz entsteht ein UNESCO-Zentrum zur Förderung der Menschenrechte in Gemeinden und Regionen

Die Errichtung des UNESCO-Menschenrechtszentrums in Graz wurde im Juli 2020 im Nationalrat beschlossen. Das Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC-Graz) wird zu einem Kategorie-II-Zentrum zur Förderung von Menschenrechten auf lokaler und regionaler Ebene.

Als Kategorie-II-Zentrum steht das Menschenrechtszentrum unter der Schirmherrschaft der UNESCO und wird Teil des globalen Netzwerks an exzellenten Forschungseinrichtungen zur Umsetzung der strategischen Ziele und globalen Entwicklungsagenden der UNESCO. Das Grazer Zentrum wird, neben jenem in Buenos Aires, das zweite derartige Zentrum weltweit, das sich mit Menschenrechten befasst.

Dieses Menschenrechtszentrum unterstützt eine integrative und gerechte Politikgestaltung durch interdisziplinäre Forschung, Kapazitätsaufbau und internationale Zusammenarbeit und treibt die internationale Menschenrechtsagenda auf lokaler und regionaler Ebene voran. Ein Fokus wird auf die Förderung des interkulturellen Dialogs und die nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden gelegt. Dadurch trägt das Zentrum zur Implementierung der Neuen Urbanen Agenda sowie zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei.

Für die ersten Jahre wurden drei Schwerpunkte gesetzt: Recht auf Bildung für Romakinder in Südosteuropa, Menschenrechtstrainings für Städte in Afrika und ein „Toolkit for Inclusive Cities in the Arab World“, das bereits im Rahmen des letzten „World Urban Forum“ vorgestellt wurde.

Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC)
Sowohl institutionell als auch inhaltlich wird das Menschenrechtszentrum auf die 20-jährige Erfahrung und dem Fachwissen des seit 1999 bestehenden Europäischen Trainings- und Forschungszentrums für Menschenrechte und Demokratie (ETC) in Graz aufbauen. Die Weichen für die Etablierung des UNESCO-Zentrums am ETC Graz wurden bereits im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz 2017 gestellt. Das neue UNESCO-Zentrum und der UNESCO-Lehrstuhl für Menschenrechte und menschliche Sicherheit an der Universität Graz werden eng zusammenarbeiten. Prof. Dr. Gerd Oberleitner, Inhaber des UNESCO Lehrstuhls: „Die Kooperation zwischen dem UNESCO-Zentrum und UNESCO-Lehrstuhl ist weltweit einzigartig. Durch die Einbindung der Universität Graz entsteht ein multifunktionales Kompetenzzentrum für Menschenrechte, welches Grundlagenforschung und universitäre Lehre mit anwendungsorientierter Forschung und capacity-building international sichtbar verschränkt.

Das UNESCO-Menschenrechtszentrum in Graz mobilisiert Menschenrechtsexpertise auf der ganzen Welt, um einen Austausch zwischen den Vereinten Nationen und Städten und Regionen zu moderieren und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik zu fördern. Wir stärken Kapazitäten zur Umsetzung der Menschenrechte in Gemeinden und Regionen, um die Vision alle Menschenrechte für alle zu realisieren. Wir bauen Brücken zwischen allen Ebenen, um einen Dialog zur Lösung von lokalen Problemen mit einem menschenrechtsbasierten Ansatz zu stimulieren.“, so der ETC-Geschäftsführer Dr. Klaus Starl.

Dr. Ernst-Peter Brezovszky, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Menschenrechtszentrums und Leiter des UNESCO-Referats im österreichischen Außenministerium:  „Wir freuen uns besonders über das erste Kategorie-II-Zentrum in Österreich. Die Projekte des Grazer Menschenrechtszentrums werden künftig mit den Zielen und Prioritäten der UNESCO abgestimmt, wodurch auch der außenpolitische Wert dieser wichtigen Institution weiter gesteigert wird.

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