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Presse

der Österreichischen UNESCO-Kommission  
Foto: © Colourbox.de / Eduardo

Stellungnahme der Österreichischen UNESCO-Kommission zum Statement der Stadt Wien / Gefährdete Welterbestätte Wien

08.04.2019

Am 8. April reagierte die Stadt Wien planmäßig auf die Aufforderung von Kulturminister Gernot Blümel, zur Gefährdung der Welterbestätte 'Historisches Zentrum von Wien' Stellung zu nehmen und konkrete Lösungsvorschläge, vor allem für das Bauprojekt am Heumarkt, zu skizzieren. Die Österreichische UNESCO-Kommission stellt klar: Ein klares Statement gegen das aktuelle Bauprojekt am Heumarkt ist der Maßstab für die Glaubwürdigkeit Österreichs.

"Die seit der Veröffentlichung des aktuellen ICOMOS-Berichts sowie des Heritage Impact Assessments in Bewegung gekommene Diskussion ist sehr zu begrüßen, meint Sabine Haag, ebenso wie die politischen Willensbekundungen seitens der Stadt Wien und des Bundes, die Welterbestätte „Historisches Zentrum von Wien“ zu erhalten. Dies wird aber nur gelingen, wenn die Empfehlungen des Berichts umgesetzt werden."

Weiters betont Sabine Haag: "Die seit 2012 seitens UNESCO und ICOMOS geäußerten Forderungen und Empfehlungen werden im neuen Bericht außerordentlich detailliert dargestellt und bieten den klar formulierten Rahmen für das weitere Vorgehen. Die Welterbestätte Wien befindet sich am Scheideweg und die aktuellen Expert*innengutachten stellen klar fest: Handlungsbedarf in den Bereichen Denkmalschutz und Stadtplanung, Erstellung eines Managementplans (dieser fehlt seit der Einschreibung 2001) und die Entwicklung eines welterbeverträglichen Alternativprojekts am Heumarkt, das den außergewöhnlichen, universellen Wert Wiens respektiert.
Ein klares Bekenntnis für ein Bauprojekt, das den Kriterien des UNESCO-Welterbes entspricht, ist deshalb der Maßstab für die Glaubwürdigkeit Österreichs. In der derzeitigen Planung gefährdet das Projekt akut den Status als Welterbe. Die Phase des konkreten Handelns muss jetzt beginnen."

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