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Presse

der Österreichischen UNESCO-Kommission  
Foto: © Colourbox.de / Eduardo

Internationaler Tag der Jugend 2026: „Unterschiedliche Lebensumstände, gemeinsame Ziele“

10.08.2026

Jedes Jahr am 12. August begeht die Weltgemeinschaft den Internationalen Tag der Jugend (International Youth Day) und würdigt junge Menschen als unverzichtbare Partner*innen für den Aufbau einer nachhaltigeren und gerechteren Welt. Zugleich wird sichtbar gemacht, mit welchen Herausforderungen junge Menschen weltweit konfrontiert sind.

Mit dem Motto „Unterschiedliche Lebensumstände, gemeinsame Ziele“ macht der Internationale Tag 2026 darauf aufmerksam, dass sich die Wünsche und Bestrebungen junger Menschen trotz unterschiedlicher Lebenskontexte ähneln: Junge Menschen streben nach Würde, Chancen, echter Teilhabe, menschenwürdiger Arbeit, hochwertiger Bildung und einer nachhaltigen Zukunft.

Einen besonderen Fokus legt der Internationale Tag 2026 auf junge Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs), den Binnenentwicklungsländern (LLDCs) und den kleinen Inselentwicklungsstaaten (SIDS). Sie stellen einen wachsenden Anteil der Weltbevölkerung und sehen sich zugleich einer Häufung struktureller Hürden gegenüber: erschwerter Zugang zu hochwertiger Bildung und menschenwürdiger Arbeit, hohe Jugendarbeitslosigkeit, schwacher sozialer Schutz und eine ausgeprägte Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel.

Wie groß die Unterschiede sind, zeigen wenige Zahlen: Während 2023 in Ländern mit hohem Einkommen 93 Prozent der Menschen das Internet nutzten, waren es in den am wenigsten entwickelten Ländern nur 35 Prozent. Die kleinen Inselentwicklungsstaaten wiederum verursachen weniger als ein Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, gehören aber zu den am stärksten von der Klimakrise betroffenen Ländern.

Junge Menschen gestalten den Wandel

Bildungshürden, fehlende Unterstützung des psychischen Wohlbefindens, Klimaangst und digitale Ausgrenzung betreffen junge Menschen in unterschiedlicher Ausprägung über alle Länder- und sozioökonomischen Grenzen hinweg. Vielerorts reagieren junge Menschen darauf mit eigenen Initiativen und Maßnahmen. Durch soziales Unternehmertum, digitale Technologien und gemeinschaftliches Engagement treiben sie (innovative) Lösungen voran und stärken die Resilienz ihrer Gemeinschaften. 

Vor diesem Hintergrund ruft der Internationale Tag 2026 die Weltgemeinschaft zu globaler Solidarität angesichts der unterschiedlichen Lebensumstände junger Menschen auf: Staaten sollen verstärkt in die Zukunftschancen und Projekte junger Menschen investieren und jene unterstützen, die vor den größten Hürden stehen. Nur durch solidarisches Handeln kann die internationale Gemeinschaft dazu beitragen, dass kein junger Mensch zurückgelassen wird.

Unterthemen des Internationalen Tages 

Das Motto 2026 entfaltet sich in drei miteinander verwobenen Unterthemen:

  • Globale Solidarität: Nachhaltige Entwicklung ist eine gemeinsame Aufgabe. Internationale Zusammenarbeit, Partnerschaften und ein gerechter Zugang zu Ressourcen und Chancen ermöglichen es jungen Menschen überall, sich zu entfalten.
  • Gemeinsame Herausforderungen: Junge Menschen sehen sich länderübergreifend zunehmend miteinander verflochtenen Herausforderungen gegenüber, insbesondere in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Klimawandel, digitale Teilhabe und psychisches Wohlbefinden. Der Internationale Tag der Jugend ruft zum Dialog und zu gemeinsamen Antworten auf, die sich an den gelebten Erfahrungen junger Menschen orientieren.
  • Jugendinnovation: Junge Menschen zeigen auch unter schwierigen Bedingungen Kreativität und Führungsstärke, sei es beim Klimaschutz, durch digitales Unternehmertum oder im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Initiativen. Dieser Schwerpunkt würdigt ihre Beiträge und schafft Raum für Austausch und gegenseitiges Lernen.

Beiträge der Jugenddelegierten der Österreichischen UNESCO-Kommission 

Die beiden Jugenddelegierten sind an der Entwicklung und Umsetzung bewusstseinsbildender Maßnahmen rund um die SDGs beteiligt. Die Schwerpunkte wechseln von Jahr zu Jahr. Ein Überblick: 

  • Mit der Position der Jugenddelegierten für Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education werden Entwicklungen im Kontext von SDG 4.7 aus Jugendperspektive reflektiert. Beispiele guter Praxis aus Österreich werden regelmäßig in Foren auf nationaler wie internationaler Ebene eingebracht. Die Position ist eine Kooperation der Österreichischen UNESCO-Kommission und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
  • Die jährliche Veranstaltungsreihe „Turning Point. Youth for Sustainable Development“, co-organisiert von den Jugenddelegierten, bringt Schüler*innen in interaktiven Workshops die SDGs näher. Dieses Jahr beschäftigte sich die Reihe mit dem Thema „Wasser“ aus sozial- wie naturwissenschaftlicher Perspektive. Ausgangspunkt ist der Weltwasserbericht 2026 „Wasser für alle Menschen: Gleiche Rechte und Chancen“.
  • Im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (Man and the Biosphere – MAB) fungiert Jugenddelegierter Jakob Mohl als nationaler MAB Youth Focal Point. In dieser Position setzt er sich dafür ein, Jugendbeteiligung als integralen Bestandteil des Programms zu verankern.

Der Internationale Tag der Jugend ruft dieses Jahr dazu auf, die Vielfalt der Erfahrungen junger Menschen anzuerkennen und fragmentierte Ansätze zugunsten einer gemeinsamen Vision zu überwinden, in der jeder junge Mensch, unabhängig von seinen Lebensumständen, die Chance hat, sich zu entfalten. 

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