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Welterbe

Kultur- und Naturerbestätten mit außergewöhnlichem universellem Wert  
Foto: © Alexander Eugen Koller

„Building Bridges – National Commissions for UNESCO as Actors in World Heritage” Side Event (Paris, 12. Juli 2025)

Am Rande der vergangenen Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees initiierten die UNESCO-Kommissionen von Österreich und den Niederlanden eine erfolgreiche Veranstaltung zur Sichtbarmachung von Nationalkommissionen im Welterbe.

In einer von der Österreichischen UNESCO-Kommission in Kooperation mit der Niederländischen UNESCO-Kommission organisierten Veranstaltung, die im Rahmen der 47. Sitzung des Welterbekomitees in Paris stattgefunden hat, wurde sowohl die wichtige Rolle von UNESCO-Nationalkommissionen in der Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention demonstriert als auch ein wichtiger Impuls zur verstärkten Vernetzung von UNESCO-Nationalkommission im Kontext des Welterbes gesetzt.

Unter den Teilnehmenden der gutbesuchten Veranstaltung fanden sind Vertreter*innen von Nationalkommissionen aus dem europäischen und außereuropäischen Raum sowie aus Diplomatie und Verwaltung und internationale Expert*innen im Kontext des Welterbes.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Lazare Eloundou Assomo, Direktor des UNESCO-Welterbezentrums, der diese Bedeutung von Nationalkommissionen hervorhob und diese Initiative nicht nur ausdrücklich begrüßte, sondern auch den expliziten Wunsch formulierte, diese auch in die kommenden Jahre weiterzutragen. Er bedankte sich dabei ausdrücklich bei Österreich und den Niederlanden dafür, diesen Dialog initiiert zu haben.

Im Zentrum der Veranstaltung standen die Präsentationen von Good Practice Beispiele von fünf europäischen Nationalkommissionen (Belgien, Deutschland, Litauen, Niederlande und Österreich), die eindrücklich zeigen konnten, welches Potenzial UNESCO-Nationalkommissionen entfalten können, indem sie unterschiedliche Stakeholdergruppen, Akteur*innen und thematische Aspekte im Welterbe - aber auch darüber hinaus – vernetzen. Dabei stand auch die Schaffung von Verbindungen zwischen verschiedenen Mandatsbereichen und Programmen der UNESCO im Fokus.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Statements, die den Wert von UNESCO-Nationalkommissionen aus der Perspektive von ICOMOS – als Advisory Body des Welterbekomittees – sowie eines Vertragsstaates beleuchteten.

Univ.-Prof.in Dr.in Teresa Patricio, Präsidentin von ICOMOS, bezeichnete UNESCO-Nationalkommissionen als „perfekte Plattformen für Wissenstransfer und strategische Zusammenarbeit“ und verwies auf die gemeinsame und geteilte Verantwortung aller Akteure in der Umsetzung der Welterbekonvention.

Mag.a Ruth Pröckl nationalen Koordinatorin für Welterbe in Österreich im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) hob die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ministerium und UNESCO-Kommission in Österreich als beispielgebend für das gewinnbringende Potenzial einer Nationalkommission hervor.

Das Netzwerk an UNESCO-Nationalkommissionen ist einzigartig im UN-System. Als koordinierende Plattformen verknüpfen sie oft staatliche und nichtstaatliche Akteur*innen und stellen wichtige Anlaufstellen für Expertise im UNESCO-Kontext dar. Durch diese spezielle Rolle und Position haben sie das Potenzial sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Synergien zu schaffen und die Umsetzung der Ziele der UNESCO wesentlich zu unterstützen und voranzutreiben.

Eröffnungsworte von Lazare Eloundou Assomo (re.), Direktor des Welterbezentrums, eröffnet.
© ÖUK
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Im Zentrum der Veranstaltung standen Praxisbeispiele fünf europäischer Nationalkommissionen, u.a. aus Belgien (li.) und Litauen (re.).
© DUK/Marlen Meißner
Statements von Teresa Patricio (li.), Präsidentin von ICOMOS, sowie Ruth Pröckl (re.), Nationale Koordinierung für Welterbe in Österreich (BMKWMS)
© ÖUK

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