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Welterbe

Kultur- und Naturerbestätten mit außergewöhnlichem universellem Wert  
Foto: © Alexander Eugen Koller

Building Bridges Vol 2. - Internationale Vernetzungsinitiative fortgesetztSide Event (Busan/Korea, 21. Juli 2026)

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangen Jahr wurde im Rahmen der diesjährigen Sitzung des Welterbekomitees Initiative "Building Bridges" fortgesetzt.

Im Vergangenen Jahr initiierte die Österreichische UNESCO-Kommission gemeinsam mit der Niederländischen UNESCO-Kommission im die Veranstaltung “Building Bridges”, um die Rolle und den Beitrag von Nationalkomissionen im Kontext der UNESCO-Welterbekonvetion hervorzuheben und zu diskutieren. Das Side Event, das im Rahmen der 47. Sitzung des Welterbekomitees im Hauptquartier der UNESCO in Paris stattgefunden hat, fand breite Resonanz und wurde insbesondere vom Direktor des UNESCO-Welterbezentrum, Lazare Eloundou Assomo, ausdrücklich begrüßt. 

Nicht zuletzt aufgrund dieses Erfolgs konnte die Initiative im Rahmen der diesjährigen 48. Sitzung des Welterbekomitees in Busan (Südkorea) gemeinsam mit den Nationalkomissionen von Korea, Litauen, Polen und der Niederlande fortgesetzt werde. Die Veranstaltung “Building Bridges Vol. 2” bot den Rahmen für die Präsentation von Good-Practice-Beispielen für den Beitrag von UNESCO-Kommissionen zur Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention. War das erste Event noch von Beiträgen aus europäischen Vertragsstaaten geprägt, konnte die Iniviative in diesem Jahr auf den außereuropäischen Raum ausgeweitet werden: Beiträge der Angolanischen und Koreanischen UNESCO-Kommissionen zeigten eindrucksvoll das Potenzial sektor- und staatenübergreifender Kooperationen. Darüber hinaus verdeutlichten die Präsentationen der Schweizerischen und Polnischen UNESCO-Kommissionen die Bedeutung nationaler Plattformen und Netzwerke, die die Umsetzung der Welterbekonvention unterstützen.

Für das UNESCO-Welterbezentrum begrüßte Jyoti Hosagrahar die Fortsetzung der Reihe und unterstrich die besondere Stellung von Nationalkommissionen innerhalb der institutionellen Architektur der UNESCO. Nationalkommissionen würden bestehende Mechanismen ergänzen, indem sie unterschiedliche Sektoren verbinden, nationale Erfahrungen in den internationalen Dialog einbringen und Räume für sektorübergreifende Zusammenarbeit schaffen. Das Welterbezentrum stehe weiterhin für einen kontinuierlichen Dialog mit den Nationalkommissionen offen.

Der Beitrag der IUCN unterstrich die Bedeutung, Welterbe in umfassendere nationale Politiken und Aktionspläne einzubetten. Angesichts der Breite der Herausforderungen im Kulturerbe sei die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Nationalkommissionen und Advisory Bodies wesentlich, um Welterbe wirksam in nationale Nachhaltigkeitsstrategien zu integrieren.

Die ehemalige Direktorin des UNESCO-Welterbezentrums, Mechtild Rössler, reflektierte über die Einzigartigkeit des globalen Netzwerks der UNESCO-Nationalkommissionen, das in dieser Form in keiner anderen UN-Organisation existiere. Sie würdigte Nationalkommissionen als zentrale Akteurinnen, die internationale Prozesse mit lokalen Bevölkerungen verbinden, in den jeweiligen Landessprachen kommunizieren sowie lokale Gemeinschaften, zivile und mediale Öffentlichkeiten einbinden können.

Der Generalsekretär der Ghanaischen Nationalkommission betonte, dass die langjährige Partnerschaft zwischen Ghana und der Republik Korea zeige, wie nachhaltige technische und finanzielle Zusammenarbeit langfristige Wirkung entfalten und die Umsetzung der Konvention stärken kann.

Abschließend teilte Cyril Dworsky, Site Manager der Welterbestätte “Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen”, praktische Beispiele für die vermittelnde und unterstüztende Rolle von Nationalkommissionen für Welterbemanagements, etwa die Unterstützung von Schulungen in Form von Capactiy-building zu Heritage Impact Assessments (HIA) sowie Vernetzungsmaßnahmen, die Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen.

Die Diskussionen bestätigten die breite Anerkennung des Mehrwerts von Nationalkommissionen innerhalb des Welterbesystems: als neutrale Vermittlerinnen, die vertrauensvolle Räume für den Dialog zwischen Regierungen, Fachleuten und Zivilgesellschaft schaffen; durch ihr sektorübergreifendes Mandat, das Kultur, Bildung, Wissenschaft und nachhaltige Entwicklung enger miteinander verbindet; sowie durch ihren Beitrag zu Kapazitätsaufbau, Bildung und Bewusstseinsbildung als wesentliche Bausteine einer wirksamen Umsetzung der Konvention. Langfristige Partnerschaften wie die Klimainitiative zwischen Ghana und Korea zeigten dabei exemplarisch, welche Wirkung nachhaltige internationale Zusammenarbeit entfalten kann.

Die zweite Ausgabe von Building Bridges bestätigte die wachsende Dynamik hinter der Stärkung der Rolle von UNESCO-Nationalkommissionen im Kontext des UNESCO-Welterbes. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit zum Austausch praktischer Erfahrungen, zur Identifikation gemeinsamer Herausforderungen und zum Aufbau neuer Partnerschaften über Regionen hinweg. Die Organisator*innen bekräftigten ihre Absicht, die Initiative Building Bridges bei künftigen Sitzungen des Welterbekomitees fortzusetzen und damit die Zusammenarbeit zwischen den UNESCO-Nationalkommissionen weiter zu vertiefen.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation der UNESCO-Nationalkomissionen von Österreich, Südkorea, Polen, Litauen und der Niederlande organisiert.
Neben Good-Practice-Beispielen aus Polen und der Schweiz brachten Beiträge aus Angola und Südkorea auch wertvolle außereuropäische Perpektiven ein.
© Korean Commission for UNESCO
Die Stv. Direktorn begrüßte die Fortsetzung dieser Initiative ausdrücklich.
© UNESCO
Mechtild Rössler, ehemalige Direktorin des UNESCO-Welterbezentrums, betonte die einzigartige Rolle der UNESCO-Nationalkommissionen im UN-System.
Site Manager Cyril Dworsky (AT) hob die wertvolle Unterstüzung von Nationalkomissionen für die Arbeit von Welterbemanagements hervor.
© Marlen Meißner/DUK

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