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Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Freiräume für Kunst und Kultur  
Foto: © Caroline Minjolle

Der 4. UNESCO-Weltbericht zur Kulturpolitik ist erschienen

Die Ausgabe 2026 des Berichts „Re|Shaping Policies for Creativity“ bietet einen umfassenden Überblick über politische Entwicklungen, die den Kultur- und Kreativsektor weltweit prägen. Eine Deutsche Version (Zusammenfassung) ist nun erschienen.

Der Kultursektor ist weltweit von strukturellen Ungleichheiten geprägt. Kreative, Kulturtätige, Künstlerinnen und Künstler stehen vor wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Dabei spielt Kultur eine zentrale Rolle für das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und den Aufbau friedlicher und nachhaltiger Gesellschaften. Das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen von 2005 unterstreicht diese Bedeutung. 

Die UNESCO-Kommissionen Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs und der Schweiz haben die Zusammenfassung des Berichts ins Deutsche übersetzt. 

Mit dem vierten UNESCO-Weltbericht „Politik für Kreativität neu gestalten“ legt die UNESCO eine umfassende Bestandsaufnahme globaler kulturpolitischer Entwicklungen vor. Anhand von Daten aus über 120 Staaten wird nachvollziehbar, wie sich kulturpolitische Rahmenbedingungen in den vergangenen vier Jahren weltweit entwickelt haben und wo strukturelle Defizite bestehen. So liegt etwa die öffentliche Kulturfinanzierung im globalen Durchschnitt bei lediglich 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Darüber hinaus macht der Bericht deutlich, dass technologische Innovation nicht losgelöst von kulturpolitischer Verantwortung gedacht werden kann. Neben klaren regulatorischen und institutionellen Rahmenbedingungen für den digitalen Raum, braucht es geschlechtergerechte kulturpolitische Ansätze und faire Bedingungen für internationalen kulturellen Austausch. 

Hintergrund

Der UNESCO-Weltbericht „Re|Shaping Policies for Creativity “ ist Teil des globalen Monitorings zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Das Übereinkommen wurde 2005 verabschiedet und ist das einzige völkerrechtlich bindende Dokument der internationalen Kulturpolitik, das sich auf zeitgenössische Kultur- und Kunstproduktion bezieht. Es sichert das Recht der Vertragsstaaten auf eigenständige Kulturpolitik und öffentliche Kulturförderung – auch unter den Bedingungen von Globalisierung und Handelsliberalisierung. Deutschland gehörte zu den Mitinitiatoren des Übereinkommens und wirkte engagiert an dessen Verhandlung und Ausgestaltung mit. 

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