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Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Freiräume für Kunst und Kultur  
Foto: © Caroline Minjolle

Dekoloniale Strategien für faire Kulturpolitik

  • 29. Juni 2021
  • 15:00-20:30h
  • Volkskundemuseum Wien

Was bedeutet es Kulturpolitik aus dem Blickwinkel der “Radical Diversity” zu betrachten? Die Veranstaltung am 29. Juni 2021 öffnet den Raum für Kunst- und Kulturakteur*innen, in interaktiven Strategy Labs ihre Expertise zu bündeln und gemeinsam kulturpolitische Strategien einer Radical Diversity zu erarbeiten. Einem Keynote der Leiterin des Instituts "Social Justice & Radical Diversity", Leah Carola Czollek, folgt eine Paneldiskussion zu dekolonialen Strategien einer fairen und nachhaltigen Kulturpolitik.

Keynote: Leah Carola Czollek: „Radical Diversity“ im Kunst- und Kultursektor
Moderation: Asma Aiad
Mit: Carla Bobadilla (IG Bildende Kunst/Decolonizing Vienna), Helena Eribenne (Performance), Herbert Justnik (Volkskundemuseum), Marissa Lobo (kültür gemma), Persy-Lowis Bulayumi (IDB) & Zuzana Ernst (D/Arts)

--> Anmelden unter www.unesco.at <--

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl; wir bitten daher um verbindliche Anmeldung bis zum 24. Juni 2021.
Teilnahme ist kostenlos!

Kulturpolitik aus dem Blickwinkel der “Radical Diversity” zu betrachten, bedeutet das Aufbrechen von bestehenden Hierarchien zwischen dem „Globalen Norden“ und „Globalen Süden“. Es bedeutet eine radikale Demokratisierung von Kulturpolitik, eine Entwicklung hin zu fairen und nachhaltigen Strukturen. Denn soziale Ungleichheit, als Resultat von jahrhundertelangen Kolonialisierungsprozessen, manifestiert sich in der Benachteiligung von marginalisierten und minorisierten Künstler*innen und Kulturakteur*innen.

Was sind denn überhaupt „Süd-Perspektiven“ und welche Ausprägungen davon werden in Form von Diskriminierung, Ausschluss und Rassismus in Österreich wirkmächtig? Welche Widerstände im Zusammenspiel von Internationalisierung, Fairness & Diversität müssen überwunden werden? Die Veranstaltung öffnet den Raum, internationalen Kulturaustausch im (post)migrantischen Österreich neu zu denken und konkrete Strategien für eine faire und nachhaltige Kulturpolitik zu diskutieren.

Programm
15:00-17:00        Strategy Labs für Kunst- und Kulturakteur*innen: Aufbauend auf dem Besprochenen im Rahmen des BIPOC-Workshops "Radical Diversity im Kultursektor?" am 22. April 2021 wollen wir unsere Expertise bündeln und gemeinsam in drei interaktiven Labs Strategien einer "Radical Diversity" für Kunst- und Kultur erarbeiten. 

  • Impuls Persy-Lowis Bulayumi & Helena Eribenne
  • Arbeitsgruppen:
    • Lab (1) Kulturförderung- und finanzierung mit Marissa Lobo
    • Lab (2) Lobbying und Netzwerke mit Carla Bobadilla
    • Lab (3) Personalmanagement und Gremien mit Zuzana Ernst 

17:30           Eröffnung Abendprogramm
18:00           Artistic Performance - Helena Eribenne
18:40           Keynote - Leah Carola Czollek „Radical Diversity“ im Kunst- und Kultursektor

19:20           Dekoloniale Strategien für eine faire Kulturpolitik: Panel mit Carla Bobadilla (IG Bildende Kunst/Decolonizing Vienna), Herbert Justnik (Volkskundemuseum), Leah Carola Czollek,& Marissa Lobo (kültür gemma) 
20:30            Ausklang und Networking im Hof des Volkskundemuseums

Ort: Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15–19, 1080 Wien

Anmeldung bis 24.06.2021 unter www.unesco.at

UNESCO-Übereinkommen Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Herzstück des Übereinkommens ist die Sicherung eines Umfeldes, in dem sich eine Vielfalt an Kunst und Kultur frei entfalten kann und vor einer rein ökonomischen Betrachtungsweise geschützt ist. Mit der Bestimmung der “Vorzugsbehandlung” stellt das Übereinkommen globale Ungleichheitstrukturen und die Benachteiligung des „Globalen Südens“ in den Fokus und adressiert jene Probleme, die sich für Künstler*innen und Kulturschaffende daraus ergeben. 

Die Teilnahme der Veranstaltung ist kostenlos. 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum Fair Culture", eine Kooperation von kulturen in bewegung und Österreichische UNESCO-Kommission.
Unterstützt von Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Austrian Development Cooperation und Stadt Wien.

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