30. April - Internationaler Tag des Jazz
Am 30. April 2026 wird weltweit der Internationale Tag des Jazz begangen. Dieser von der UNESCO initiierte Aktionstag wurde 2011 ins Leben gerufen, um die Bedeutung des Jazz als verbindende Kraft zwischen Kulturen hervorzuheben und sein Potenzial für Dialog, gegenseitiges Verständnis und Frieden sichtbar zu machen. Maßgeblich angestoßen wurde die Initiative vom Jazzmusiker Herbie Hancock, der sich seither als UNESCO-Botschafter für den International Jazz Day engagiert.
Jazz steht für künstlerische Freiheit, Improvisation und kulturellen Austausch. Als Musikform verkörpert Jazz zentrale Werte der UNESCO wie Vielfalt, Inklusion und die Achtung der Menschenrechte. Der Internationale Tag des Jazz versteht sich daher nicht nur als musikalischer Anlass, sondern auch als Plattform für Bildung, interkulturellen Dialog und gesellschaftliche Teilhabe.
Jährlich beteiligen sich über 190 Länder mit Konzerten, Workshops, Bildungsinitiativen und Diskussionsformaten. Ziel ist es, die Rolle des Jazz als Medium der Verständigung zu stärken und zugleich auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufmerksam zu machen. Dabei wird insbesondere die Fähigkeit des Jazz betont, Menschen über kulturelle, soziale und geografische Grenzen hinweg zu verbinden.
Anlässlich seines 15-jährigen Jubiläums wird der Internationale Tag des Jazz 2026 in Chicago, USA, stattfinden – einem Musikzentrum und der Herkunftsstadt des UNESCO-Botschafters Herbie Hancock. Seit mehr als einem Jahrhundert ist die Stadt ein Schmelztiegel für Rhythmen und Künstler*innen, aus dem der berühmte „Chicago-Style“-Jazz hervorgegangen ist.
Internationaler Jazz Tag in Österreich
Ö1
Auch in Österreich wird der Internationale Tag des Jazz mit vielfältigen Aktivitäten begleitet. Einen besonderen Schwerpunkt setzt 2026 das Kultur- und Informationsradio Ö1 mit dem „Ö1 Jazztag“. Das ganztägige Programm widmet sich der stilistischen Bandbreite des Jazz sowie seiner historischen und gegenwärtigen Entwicklung. Ein Fokus liegt dabei auf zwei prägenden Persönlichkeiten des Modern Jazz: Miles Davis und John Coltrane, deren Geburt sich im Jahr 2026 zum 100. Mal jährt. Ihre künstlerischen Innovationen und ihr nachhaltiger Einfluss auf die Entwicklung des Jazz stehen exemplarisch für die transformative Kraft dieser Musikform.
Darüber hinaus beleuchtet der Ö1 Jazztag unterschiedliche Zugänge zum Jazz – von historischen Rückblicken über aktuelle Positionen bis hin zu interdisziplinären Perspektiven. Damit wird ein Beitrag dazu geleistet, Jazz in seiner Vielfalt erfahrbar zu machen und seine gesellschaftliche Relevanz im Sinne des International Jazz Day zu vermitteln.
Während des Programms wird zudem – live on air – ein weiterer Akzent für die Förderung junger Talente gesetzt: Das Ö1 Jazzstipendium 2026 wird feierlich vergeben. Die Auszeichnung ist mit einem Studium an der Jam Music Lab Private University sowie der Produktion eines Albums beim Label Quinton Records verbunden und unterstreicht das Engagement von Ö1 für die Zukunft des Jazz.
Loop Vienna
Hier findet rund um den 30. April eine offene Jazz-Session („JzzAM International Jazz Day“) statt. Das Format ist bewusst niederschwellig: Musiker*innen und Publikum können spontan teilnehmen, improvisieren und gemeinsam auftreten.



