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Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Freiräume für Kunst und Kultur  
Foto: © Caroline Minjolle

21. Mai - Welttag der Kulturellen VielfaltDeutschsprachigen Launch des UNESCO-Weltberichts „Politik für Kreativität neu gestalten“

  • 21. Mai 2026

Seit 2001 ruft die UNESCO alljährlich am 21. Mai dazu auf, den weltweiten Reichtum an Kultur, künstlerischen Ausdrucksformen, Traditionen und Lebensstilen öffentlich zu feiern. Anlassbezogen organisierten die Deutsche und Österreichische UNESCO-Kommissionen am 19. Mai den deutschsprachigen Launch des UNESCO-Weltberichts „Politik für Kreativität neu gestalten“.

Mit dem vierten UNESCO-Weltbericht „Politik für Kreativität neu gestalten“ legt die UNESCO eine umfassende Bestandsaufnahme globaler kulturpolitischer Entwicklungen vor. Der Bericht bietet einen einzigartigen Einblick in internationale Fortschritte, bestehende Defizite und zentrale Herausforderungen beim Schutz und bei der Förderung kultureller Vielfalt. Zugleich formuliert er konkrete Handlungsempfehlungen, wie Kulturpolitik angesichts wachsender globaler Ungleichheiten zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Der Bericht unterstreicht, dass Kultur eine zentrale Rolle zukommt, wenn es um soziale Gerechtigkeit und den Aufbau friedlicher und nachhaltiger Gesellschaften geht. Er zeigt zudem, dass technologische Innovation im Kultur- und Medienbereich untrennbar mit kulturpolitischer Verantwortung verbunden ist. Insbesondere für den digitalen Raum sind klare regulatorische und institutionelle Rahmenbedingungen erforderlich.

Darüber hinaus hebt der UNESCO-Bericht die Bedeutung geschlechtergerechter kulturpolitischer Maßnahmen sowie fairer Bedingungen für den internationalen kulturellen Austausch hervor. Auf der Grundlage bisher unveröffentlichter Daten stellt er zentrale Fragen nach der Ausgestaltung einer nachhaltigen und gerechten Kulturpolitik im digitalen Zeitalter.

Der Launch im deutschsprachigen Raum öffnete die Diskussion mit Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung über die Ergebnisse des Berichts und stellt konkrete Bezüge zur kulturpolitischen Praxis und Forschung her. Die gemeinsame Initiative der Deutschen und Österreichischen UNESCO-Kommissionen wirbt mit der gemeinsamen Vorstellung des Berichts dafür, kulturpolitische Maßnahmen grenzüberschreitend zu denken.  Eröffnet wurde die Veranstaltung von Moderatorin Mag.a Claudia Isep (stv. Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission), Dr. Roman Luckscheiter (Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission) präsentierte die Bericht und es folgten Beiträge von Dr.in Anke Schad-Spindler (Vorsitzende des Fachbeirats Kulturelle Vielfalt, Österreich), Rana Yazaji (Geschäftsführerin der Schweizer Stiftung artasfoundation und Ko-Autorin des UNESCO-Weltberichts), Prof. Christian Höppner (Präsident des Deutschen Kulturrats) und MdB Sven Lehmann (Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages).

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