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Immaterielles Kulturerbe

Bräuche, Wissen, Handwerkstechniken  
Foto: © UNESCO/James Muriuki

Nationales Verzeichnis

Seit dem Beitritt Österreichs zum Übereinkommen ist die Österreichische UNESCO-Kommission mit der Erstellung eines nationalen Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes in Österreich  betraut. Jede gelistete Tradition trägt in ihrer Individualität dazu bei, über die Bundeslandgrenzen hinaus die kulturelle Vielfalt und den großen Reichtum an lebendigem Kulturerbe in Österreich verständlich zu machen.  
Bewerbungen werden ganzjährlich entgegen genommen. Nähere Informationen zum Bewerbungsablauf und zu den Kriterien finden Sie hier.

Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich

Nikolospiel Bad Mitterndorf

Nikolospiel Bad Mitterndorf

Das Nikolospiel in Bad Mitterndorf ist ein Stuben- und Umzugsspiel, das jährlich am 5. Dezember an verschiedenen Orten dargeboten wird. Die Aufführung fand ursprünglich in Bauern- und Wirtshäusern statt, seit 1959 wird die Darbietung auf dem Mitterndorfer Hauptplatz auch einem breiteren Publikum präsentiert. Das Nikolospiel setzt sich aus verschiedenen Figuren zusammen, die zwischen den Aufführungsorten einen Umzug bilden.
Odlatzbia Oröwen im Wiesenwienerwald

Odlatzbia Oröwen im Wiesenwienerwald

Die Elsbeere – im Volksmund „Odlatzbia“ (Adlitzbeere) - ist in großen Teilen Europas verbreitet, doch ist sie heutzutage äußerst selten und oftmals nur in Wäldern auffindbar. Das Wissen und Handwerk rund um die „Königin der Wildfrüchte“ wird in Niederösterreich von Generation zu Generation weitervermittelt. Das „Odlatzbia Oröwen“ (Adlitzbeere abrebeln) ist dabei der Höhepunkt des Arbeitsprozesses, der von der Baumpflanzung bis zur Verarbeitung reicht.
Amraser Matschgerer

Amraser Matschgerer

Der jährlich stattfindende Fastnachtsbrauch der Amraser Matschgerer findet Quellen zufolge seinen Ursprung im 17. Jahrhundert. Diese aus einer dörfischen Gemeinschaft entstandene Tradition hat sich trotz der Angliederung an die Landeshauptstadt und des städtischen Einflusses erhalten. Im Zentrum des Brauches stehen neben den Umzügen vor allem die Darbietungen der Matschgerer im kleinen Kreis, wobei jeder Fastnachtsfigur bestimmte Kostüme und Handlungsweisen zugeschrieben werden.
Hauerkrone und Hiatabaum in Neustift am Walde

Hauerkrone und Hiatabaum in Neustift am Walde

Die Bräuche der Weinhauer*innen in Neustift am Walde gehen auf die Regentschaftszeit von Maria Theresia zurück. Der Neustifter Kirtag findet jährlich am Festtag des Dorfpatrons, dem Hl. Rochus, im August statt. Im Mittelpunkt des viertägigen Festes stehen der festliche Umzug der traditionellen Hauerkrone, auch als Neustifter Winzerkrone bekannt, und das Aufstellen des Hüterbaums nach der feierlichen Festmesse.
Stinatzer Hochzeit - Stinjačka svadba

Stinatzer Hochzeit - Stinjačka svadba

Bei ihrer Ansiedlung im 16. Jahrhundert brachten Kroat*innen spezifische Elemente mit, die, mit regionalen Einflüssen, die Hochzeiten im südburgenländischen Ort Stinatz/Stinjaki zum Zeugnis transkultureller Beziehungen machten. Der Hochzeitsbrauch verbindet mündlich überlieferte Traditionen, wie den Stinatzer Dialekt und die Volkslieder, mit traditionellen Handwerkstechniken, wie die Herstellung der lokalen (Hochzeits)Tracht. Dieser Brauch verdeutlicht die Identität der Gemeinschaft als…
Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps

Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps

Das Kneippen ist eine traditionelle Heilmethode, die der Krankheitsprävention und Gesundheitserhaltung dient. Es handelt sich dabei um eine Anregung des Blutkreislaufs, Stärkung des Immunsystems und Verbesserung des vegetativen Nervensystems. Kneippen ist eine ganzheitliche Methode und umfasst die fünf Säulen Bewegung, Ernährung, Wasser, Kräuter und Lebensordnung. Das klassische Kneippen besteht aus mehreren Wassergüssen sowie weiteren Anwendungen wie Barfußgehen, Steinegehen, Bädern, Waschungen…
Das Buchbinderhandwerk

Das Buchbinderhandwerk

Das Wissen um die Buchbindekunst wurde in mittelalterlichen Klöstern von Mönchen entwickelt und weitergegeben. Die handgeschriebenen Bücher und deren Buchdeckel wurden oft aufwendig mit Kleinodien und Goldschmiedearbeiten veredelt. Mit der Erfindung der Buchdruckkunst im 15. Jahrhundert etablierte sich das Buchbinderhandwerk als selbstständiges Gewerbe, wobei dieses Handwerk bis heute mit traditionellen Mitteln ausgeübt wird.
Die Fuhr am Hallstättersee

Die Fuhr am Hallstättersee

Die „Fuhren“ (flache Transportboote aus Holz, auch Plätten genannt) haben am Hallstättersee eine lange Tradition als Güter- und Personentransportmittel. Schon im 13. Jahrhundert, nach der Wiedereröffnung des Salzbergwerks in Hallstatt, wurde die Schifffahrt über den See und die Traun zum Transport der Ware notwendig. Heute beherrschen nur mehr wenige Personen dieses Handwerk.
Steinmetzkunst und –handwerk

Steinmetzkunst und –handwerk

Seit Jahrtausenden sind Steinmetz*innen für die Erschaffung unzähliger sakraler und profaner Bauten verantwortlich und geben das Wissen um die Verwendung und das Behauen des natürlich vorkommenden Rohstoffes Stein weiter. Von Steinmetz*innen hergestellte Werkstücke prägen bis heute das Bild vieler Städte und Ortschaften.