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Immaterielles Kulturerbe

Bräuche, Wissen, Handwerkstechniken  
Foto: © UNESCO/James Muriuki

Österreichisches Verzeichnis

Seit dem Beitritt Österreichs zum Übereinkommen ist die Österreichische UNESCO-Kommission mit der Erstellung eines nationalen Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes in Österreich  betraut. Jede gelistete Tradition trägt in ihrer Individualität dazu bei, über die Bundeslandgrenzen hinaus die kulturelle Vielfalt und den großen Reichtum an lebendigem Kulturerbe in Österreich verständlich zu machen.  
Bewerbungen werden ganzjährlich entgegen genommen. Nähere Informationen zum Bewerbungsablauf und zu den Kriterien finden Sie hier.

Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich

Samsontragen im Lungau und Bezirk Murau

Samsontragen im Lungau und Bezirk Murau

Der Brauch des Samsontragens ist fixer Bestandteil des regionalen Brauchtumkalenders und sorgt immer für regen Zulauf. In 12 Ortschaften des Salzburger Lungaues und des angrenzenden Bezirks Murau in der Steiermark wird vor und nach den Prangtagen unter Begleitung der örtlichen Musikkapelle der Samson getragen – eine bis zu 100 kg schwere und fast 7 Meter hohe Umgangsfigur. Der Samson lastet auf den Schultern einer einzigen Person, die von vier „Aufhabern“ unterstützt wird.
Salzburger Festschützenwesen

Salzburger Festschützenwesen

Die Bräuche des Festschützenwesen finden sich im gesamten Land Salzburg. Obwohl sich vor allem die Traditionsgeräte von Ort zu Ort massiv unterscheiden – der Bogen reicht von traditionellen Holzgewehren bis hin zu Prangerstutzen und Böllern – sind die Aufgaben, die die Schützenvereine in den Gemeinden wahrnehmen, sehr ähnlich. Regionalspezifische Elemente sind u.a. der Jakobi-Schützentanz, die Piratenschlacht auf der Salzach oder der helle Klang der Schwegelpfeife in Mattsee.
Vereinigte zu Tamsweg

Vereinigte zu Tamsweg

Die „Vereinigten zu Tamsweg“ ist die älteste, durchgehend existierende Vereinigung berufstätiger Männer im regionalen Umfeld von Tamsweg und wurde von Lungauer Handwerkern im Jahr 1738 als Begräbnisbruderschaft gegründet. Bis heute begleiten die Mitglieder Begräbnisse, nehmen an kirchlichen Prozessionen teil und halten jährlich zwischen 1. Jänner und dem Samstag nach dem Aschermittwoch die Vereinigtenoktav – eine Festwoche – ab.