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Immaterielles Kulturerbe

Bräuche, Wissen, Handwerkstechniken  
Foto: © UNESCO/James Muriuki

Österreichisches Verzeichnis

Seit dem Beitritt Österreichs zum Übereinkommen ist die Österreichische UNESCO-Kommission mit der Erstellung eines nationalen Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes in Österreich  betraut. Jede gelistete Tradition trägt in ihrer Individualität dazu bei, über die Bundeslandgrenzen hinaus die kulturelle Vielfalt und den großen Reichtum an lebendigem Kulturerbe in Österreich verständlich zu machen.  
Bewerbungen werden ganzjährlich entgegen genommen. Nähere Informationen zum Bewerbungsablauf und zu den Kriterien finden Sie hier.

Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich

Lichtmesssingen im südlichen Niederösterreich

Lichtmesssingen im südlichen Niederösterreich

Beim Lichtmesssingen handelt es sich um einen Heischebrauch, bei dem in der Nacht vom 1. – 2. Februar, an Maria Lichtmess, in etwa 20 Ortschaften im südlichen Niederösterreich jeweils eine oder mehrere Sängerscharen von Haus zu Haus ziehen und Glückwünsche überbringen. Die Hausbewohner*innen bedanken sich mit Bewirtung im Anschluss und/oder Geldspenden, welche heutzutage vielerorts für karitative Zwecke verwendet werden. Ein Lichtmessmahl wird in den Tagen danach ausgerichtet.
Goldschlägerhandwerk (Gold-, Silber- und Metallschläger*innen)

Goldschlägerhandwerk (Gold-, Silber- und Metallschläger*innen)

Die Blattgoldherstellung ist eine jahrtausendealte Handwerkstechnik, die heute in Österreich von nur mehr zwei Blattgoldschlägereien (in Wien & Schwechat) ausgeübt wird. Dabei wird das kostbare Edelmetall in seiner Oberfläche so stark vergrößert, dass der Symbolcharakter des Goldes auf eine möglichst große Fläche übertragen werden kann. Das Wissen um die Handwerkstechnik wird innerhalb der Betriebe von einer Generation an die nächste weitergegeben.
Pflasterer Handwerk

Pflasterer Handwerk

Das Pflasterer Handwerk ist ein nachhaltiges Handwerk, das schon seit Jahrhunderten von Menschenhand hergestellt wird und sich kontinuierlich mit dem Stand der Technik weiterentwickelt. Das Handwerk des Pflasterers wurde früh zu einem eigenständigen Beruf, und ist in Österreich heute ein reglementiertes Gewerbe, in dem das handwerkliche, historische Wissen an nächste Generationen mündlich und praktisch weitergegeben wird.