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Immaterielles Kulturerbe

Bräuche, Wissen, Handwerkstechniken  
Foto: © UNESCO/James Muriuki

19. Treffen des regionalen Netzwerks von Expert*innen für Immaterielles Kulturerbe in Südosteuropa"Bridging tangible and intangible cultural heritage: synergies between the UNESCO 1972 and 2003 conventions"

  • 23.-24. Oktober 2025
  • Ioannina, Griechenland

Das 19. Treffen des regionalen Netzwerks von Expert*innen für Immaterielles Kulturerbe in Südosteuropa fand vom 23. bis 24. Oktober 2025 in Ioannina und Zagori (Griechenland) statt. 2025 standen die Synergien der beiden UNESCO Konventionen von 1972 (Welterbekonvention) und 2003 (Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kultuerbes) und damit verbundene Perspektiven und Möglichkeiten im Mittelpunkt.

Mit dem diesjährigen Fokus "Bridging tangible and intangible cultural heritage: synergies between the UNESCO 1972 and 2003 conventions" (auf Deutsch: "Zwischen materiellem und immateriellem Kulturerbe: Synergien zwischen den UNESCO-Konventionen von 1972 und 2003") knüpft das Treffen direkt an die MONDIACULT 2022 und 2025 und die Naples Conference an. Der Spirit of Naples - Call for Action bekräftigt die Notwendigkeit, Rahmenwerke für das Kulturerbe miteinander zu verbinden, sektorale Trennlinien zu überbrücken und Gemeinschaften in den Mittelpunkt der Verwaltung des Kulturerbes zu stellen.

Die Welterbekonvention von 1972 und die Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes von 2003 haben zwar unterschiedliche Mandate, doch überschneiden sich ihre Umsetzung in der Praxis häufig, insbesondere an Orten, an denen historische Architektur und städtische Räume weiterhin als lebendige Kontexte für Rituale, Handwerk, Festlichkeiten oder das Alltagsleben dienen (mehr dazu auch hier zu lesen). 

Das Treffen untersuchte, wie diese Überschneidungen expliziter und produktiver gestaltet werden können, insbesondere in Kontexten, in denen Denkmalschutz und gemeinschaftliche Nutzung als schwer vereinbar empfunden werden können. Ferner bot es den Mitgliedern des Expert*innennetzwerks die Gelegenheit, Erfahrungen mitzuteilen und Ideen und Perspektiven für Kooperationen auszutauschen, die dazu beitragen können, die beiden UNESCO-Konventionen miteinander zu verbinden und die Möglichkeiten für transnationale Kooperationen zu fördern.

Das regionale Netzwerk von Expert*innen für Immaterielles Kulturerbe in Südosteuropa

Die 19. Treffen des regionalen Netzwerks von Expert*innen für Immaterielles Kulturerbe in Südosteuropa fand vom 23. bis 24. Oktober 2025 in Ioannina und Zagori (Griechenland) statt und wurde von der UNESCO in Zusammenarbeitmit dem Kulturministerium der Hellenischen Republik und mit Unterstützung des Regionalzentrums für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes in Südosteuropa (Sofia, Bulgarien) organisiert.

Das regionale Netzwerks von Expert*innen für Immaterielles Kulturerbe in Südosteuropa wurde 2007 unter der Schirmherrschaft der UNESCO gegründet, um die Umsetzung der Konvention von 2003 zum Schutz des immateriellen Kulturerbes in der Region zu unterstützen. Es bringt Expert*innen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Malta, Nordmazedonien, der Republik Moldau, Rumänien, Serbien, Slowenien und der Türkei sowie als Beobachter*innen, Österreich und Italien, zusammen. 

Das Netzwerk zielt darauf ab, ein gemeinsames Verständnis für die Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Erhaltung des lebendigen Erbes als integraler Bestandteil der kulturellen Vielfalt Südosteuropas zu fördern und gleichzeitig als regionale Plattform für den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren sowie für die Stärkung der Vernetzung und Zusammenarbeit zu dienen.

© Dimitris Ioannidis
© Dimitris Ioannidis
© Dimitris Ioannidis
© Dimitris Ioannidis
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