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Dokumentenerbe

„Memory of the World“/„Gedächtnis der Menschheit“  
Foto: © Österreichische Nationalbibliothek

Memory of Austria

Ziel des UNESCO-Programms zum Schutz des Weltdokumentenerbes „Memory of the World“ ist es, das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Bewahrung von wichtigen Dokumentenbeständen sowie auch des exponentiell steigenden Wissens- und Dokumentenzuwachses zu fördern. Die UNESCO listet deshalb für das Gedächtnis der Menschheit bedeutende Dokumente und Sammlungen im Weltdokumentenerberegister. Ergänzend ermutigt die UNESCO die Mitgliedstaaten zur Gründung und Führung regionaler und nationaler Dokumentenerberegister.

2014 wurde das Österreichische Dokumentenerberegister „Memory of Austria“ im Auftrag der Kultursektion des Bundeskanzleramtes eröffnet. Dieses zeichnet Dokumente und Sammlungen aus, die von herausragender Bedeutung und historischer Wichtigkeit für das österreichische kulturelle Gedächtnis sind. Das Memory of Austria-Verzeichnis wird alle zwei Jahre erweitert und beinhaltet mittlerweile 59 wertvolle Handschriften, Nachlässe, Urkunden, Drucke, Fotos und Filme.

Die Bandbreite reicht von Dokumenten aus dem 12. Jhdt. über den Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye 1919 bis zum Nachlass von Robert Musil und Ingeborg Bachmann. Die Auswahl trifft ein eigens dafür eingerichteter Fachbeirat für Informationsbewahrung/Memory of the World Nationalkomitee.

© Heinz Bachmann
© Österreichisches Staatsarchiv
© Phonogrammarchiv der ÖAW

"Im Register wollen wir die historischen Epochen, die unterschiedlichen Dokumentengattungen und natürlich auch die Herkunft bzw. Standorte der Dokumente in Österreich möglichst ausgewogen zur Geltung bringen. Memory of the World schafft aber keine Rangordnung unter Dokumenten: Alle sind wichtig, der Meldezettel genauso wie eine mittelalterliche Handschrift. Die Bedeutung der gelisteten Dokumente - im Österreichischen Register genauso wie im Internationalen - soll das Verständnis für das eigentliche Ziel des UNESCO Programms, die nachhaltige Sicherung des vielfältigen Wissens, besonders deutlich veranschaulichen.“ Dr. Dietrich Schüller, Vorsitzender des Österreichischen Nationalkomitees für das Memory of the World Programm.

Postkartenreihe "Memory of Austria"

Die eingetragenen Dokumente und Sammlungen werden in Form von Postkartensammlungen veröffentlicht. Die Postkarten dokumentieren und illustrieren bildreich die Vielfalt der österreichischen Dokumentenlandschaft und sollen das Verzeichnis in der Öffentlichkeit sichtbarer machen.