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Youth Representative

Monitoring UNESCO-relevanter Themenbereiche aus der Jugendperspektive  
Foto: © Modell Foto: Colourbox.de

Blog 01 - Welterbe, bitte was?

Ines Erker berichtet in ihrem ersten Blog Eintrag über ihre Teilnahme am UNESCO-Jugendsymposium in Athen und Olympia. Die unmittelbare Nähe zu den Heiligtümern des Antiken Griechenlands und kreative Beiträge der beteiligten Länder machten es leicht, eine Verbindung zwischen dem Welterbe und internationalem Austausch herzustellen.

Blog 01. / 10. Mai 2019

Welterbe als Instrument der Friedenssicherung
Besuch beim Annual World Cultural Heritage Youth Symposium in Athen


Lateinamerika, Asien, Europa. Was auf den ersten Blick nach einer unzusammenhängenden Aufzählung von Regionen aussieht, ist die Ausgangslage für einen weltübergreifenden Austausch über Welterbe mit jungen Menschen aus insgesamt vierzehn Herkunftsländern. Welterbe, bitte was? Schließlich handelt es sich um einen Begriff, der mitunter etwas altbacken anmutet und unter Jugendlichen eher wenig Verwendung findet. Schade eigentlich! Denn dass besagtes Thema ein sehr spannendes ist, war mir spätestens nach meinem Besuch des zweiten „Annual World Cultural Heritage Youth Symposium“ (zu Deutsch: jährliches Jugendsymposium zu Weltkulturerbe) bewusst. Auch weil wohl alle Beteiligten ihr Vorurteil abbauen mussten, wonach „Erbe“ vor allem mit einem Blick in die Vergangenheit verbunden ist…

Unser Welterbe: Wichtig im Hier und Jetzt!

Aktuell führt die Liste des Welterbekomitees der UNESCO über 1 000 Stätten in beinahe 170 Ländern an – bekannte Vertreter*innen sind die kürzlich in Flammen stehende Kathedrale Notre-Dame in Paris,  die Chinesische Mauer oder auch das Schloss Schönbrunn in Wien.  Dass diese Orte es wert sind erhalten zu bleiben, darüber herrscht wenig Zweifel. Warum aber? Der internationalen Organisation zufolge besitzen sie einen „herausragenden universellen Wert“, der ihnen eine Bedeutung für die Menschen der Gegenwart und Zukunft zuschreibt. Dabei kann es sich um das Werk eines künstlerischen Genies oder eine einmalige kulturelle Tradition handeln. Fest steht, dass diese Stätten und Sitten mehr können als (nur) schön auszusehen: In und nach kriegerischen Auseinandersetzungen dienen sie immer wieder als Instrument zur Friedenssicherung, heutzutage werden sie außerdem verstärkt mit dem Schutz bestimmter Menschenrechte in Verbindung gebracht.

Costa Rica trifft China

In Berührung mit diesen Inhalten sind auch wir, die Teilnehmer*innen des Jugendsymposiums in der griechischen Stadt Olympia, gekommen. Die unmittelbare Nähe zu den Heiligtümern des Antiken Griechenlands und kreative Beiträge der beteiligten Länder machten es leicht, eine Verbindung zwischen dem Welterbe und internationalem Austausch herzustellen. Immerhin sind wir junge Menschen es, die über die Zukunft dieses Erbes und vor allem den Umgang damit entscheiden werden. Und weil weder soziale Medien noch Konflikte an nationalen Grenzen haltmachen, muss auch diese Auseinandersetzung mit möglichst vielen geführt werden. Die leuchtenden Augen der Schüler*innen beim Kennenlernen ihrer Altersgenoss*innen aus Andorra, Russland, Dänemark und vielen weiteren Staaten bewiesen mir jedenfalls, dass die Bereitschaft zu diesem Austausch bei uns Jungen mehr als vorhanden ist. Noch dazu: Wie sonst hätte ich erfahren, dass die griechische Küche von ganz herausragendem Wert ist? ;)

Wenn Du Interesse hast mehr zu erfahren, sieh dir meine Fotos auf Instagram (youth_representative) an oder schreibe mir einfach unter youthrep@unesco.at!

Jungedvertreter*innen aus Malta, Österreich, China und Russland beim UNESCO-Youth Symposium in Athen
© ÖUK
Costa Rica bei der Eröffnungszeremonie
© Ines Erker
Raum für Kennenlernen und Austausch ist bei den UNESCO-Youth Symposien ein wichtiger Aspekt.
© ÖUK
Ines Erker mit Vasilis Papalyberis – Initiator des Symposiums und Präsident des Hellenischen Kultur- und Bildungsclubs der UNESCO.
© Ines Erker