Neue Publikation: Documentation Framework for Linguistic Diversity
Globale Sprachenvielfalt sichern: Ein neuer Standard für die Sprachenpolitik
Wie lässt sich die Vielfalt der weltweiten Sprachen – insbesondere von Minderheiten-, indigenen und bedrohten Sprachen – systematisch erfassen und schützen?
Das neue „Documentation Framework for Linguistic Diversity“ bietet hierfür einen standardisierten, politikorientierten Ansatz. Durch eine Kombination aus deskriptiven Matrizen, Indikatoren zu Vitalität und Gefährdung sowie praxisnahen Fallstudien (u. a. aus Mexiko, Ghana und Österreich) schafft das Framework eine fundierte wissenschaftliche Basis.
Was macht das Framework so wegweisend?
- Ganzheitlicher Ansatz: Es verbindet linguistische Daten mit soziopolitischen Konzepten und einem klaren Bezug zu Menschenrechten sowie UN- und UNESCO-Konventionen.
- Gemeinsame Methodik: Regierungen, Forschungseinrichtungen und Communities erhalten ein geteiltes Vokabular. Sprachsituationen werden dadurch über Regionen und Zeiträume hinweg direkt vergleichbar.
- Evidenzbasierte Politik: Ziel ist es, gezielte, rechenschaftspflichtige und wirksame Maßnahmen zur Sprachplanung und -revitalisierung weltweit zu unterstützen.
Ein umfassendes Glossar stellt zudem sicher, dass alle technischen und rechtlichen Begriffe konsistent angewendet werden können. Ein entscheidender Schritt, um das sprachliche Erbe unserer Erde aktiv für die Zukunft zu sichern.
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- FINAL_OEUK_Documentation_Framework_for_Linguistic_Diversity.pdf 9 MB (pdf)
Austrian Commission for UNESCO (Ed.): Documentation Framework for Linguistic Diversity. Vienna, 2026. ISBN: 978-3-902379-38, DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.18618404