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Bildung

Jeder hat das Recht auf Bildung  

UNESCO ruft globale Bildungskoalition ins Leben #LearningNeverStops

Über 1,5 Milliarden Studierende und Jugendliche auf der ganzen Welt sind von Schul- und Universitätsschließungen aufgrund der COVID-19 Pandemie betroffen. Als Antwort auf die Bildungskrise startet die UNESCO eine globale Bildungskoalition um Ungleichheiten abzumildern.

Die COVID-19 Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf Lernende auf der ganzen Welt. 90% aller Schüler*innen und Studierenden weltweit sind von den Schließungen der Bildungsinstitutionen betroffen. Die Schulschließungen vergrößern die Ungleichheiten beim Lernen und treffen vor allem schutzbedürftige Kinder und Jugendliche, die aufgrund von mangelndem digitalen Equipment und einem ungeeigneten Lernumfeld in ihrem Zuhause benachteiligt sind. 

Als Antwort darauf hat die UNESCO eine globale Bildungskoalition mit multilateralen Partnern, privatwirtschaftlichen Akteur*innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen ins Leben gerufen. Die betroffenen Länder sollen dabei unterstützt werden, den Fernunterricht zu verbessern und integrativer und gerechter zu gestalten. Denn Lernen und Lehren aus der Ferne ist für alle Beteiligten eine Herausforderung: Von der Bereitstellung von Bildungsangeboten über die Unterstützung von Lernenden und Lehrpersonen bis hin zur Beratung von Familien und Bewältigung von Konnektivitätsproblemen. 

Eine Vielzahl multilateraler Partner hat sich der Koalition angeschlossen: Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), der United Nations Children’s Fund (UNICEF), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), die Internationale Fernmeldeunion (ITU), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) sind einige der Institutionen, die dem Aufruf der UNESCO gefolgt sind. Mit Microsoft, Google, Facebook und Zoom unterstützen auch wichtige Partner aus dem Privatsektor die Koalition, insbesondere bei Fragen zu den technischen Herausforderungen. Ferner beteiligen sich zivilgesellschaftliche Organisationen wie die Khan Academy, Dubai Cares und Fundación Profuturo.

Die Global Education Coalition ist eine offene Partnerschaft und die UNESCO lädt weitere Organisationen dazu ein, sich ihr anzuschließen. Folgende Ziele hat sich die Koalition gesetzt:

  • Unterstützung der Länder bei der Mobilisierung von Ressourcen und der Umsetzung innovativer und kontextangepasster Lösungen für die Verbesserung des Fernunterrichts (mittels High-Tech-, Low-Tech- und No-Tech-Ansätze)
  • Suche nach chancengerechten Lösungen und solchen mit universellem Zugang
  • Sicherstellung koordinierter Reaktionen und Vermeidung von Überschneidungen
  • die Rückkehr der Schüler*innen in die Schule soll erleichtert werden, um einen Anstieg der Abbrecherquoten entgegenzuwirken.

"Nie zuvor haben wir Bildungsstörungen in einem solchen Ausmaß erlebt", sagte Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO. „Partnerschaft ist der einzige Weg nach vorne. Diese Koalition ist ein Aufruf zu koordinierten und innovativen Maßnahmen, um Lösungen zu finden, die Lernende und Lehrende nicht nur während der Krise unterstützen, sondern auch darüber hinaus. Der Schwerpunkt soll auf Inklusion und Gerechtigkeit liegen.

Die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Amina Mohamed, drückte das uneingeschränkte Engagement der Vereinten Nationen für die Koalition aus und warnte, dass "für Millionen von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen könnten Schulschließungen den Verlust eines lebenswichtigen Sicherheitsnetzes bedeuten - Ernährung, Schutz und emotionale Unterstützung." Sie fügte hinzu: „Dies ist keine Zeit, um Ungleichheiten zu vertiefen. Es ist eine Zeit, in die Transformationskraft der Bildung zu investieren. Während wir das Jahrzehnt des Handelns der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beginnen, ist es unsere Verantwortung als globale Gemeinschaft, absolut niemanden zurückzulassen.

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