Wissenschaft

Wissenschaftsethik – Bioethik

Durch den Globalisierungsprozess und den raschen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt ist es wichtig und notwendig, gemeinsame ethische Werte und Maßstäbe zu schaffen. Die UNESCO hat als einzige
UN-Organisation mit den Kompetenzbereichen Wissenschaft und Ethik den Auftrag, ethische Normen und Standards zu internationalisieren.

Im Bereich Wissenschaftsethik konzentriert sich die Arbeit der UNESCO auf die Bioethik.

1993 richtete die UNESCO das Internationale Komitee für Bioethik (International Bioethics Committee, IBC) ein, ein weltweites, interdisziplinär zusammengesetztes Gremium aus 36 unabhängigen ExpertInnen mit dem Auftrag, über alle neuen ethischen Fragen der Biowissenschaften und der Biotechnologien zu beraten und unterschiedliche Fachkreise sowie EntscheidungsträgerInnen weltweit miteinander ins Gespräch bringen.

Das Zwischenstaatliche Bioethik-Komitee IGBC (seit 1998), bestehend aus 36 StaatenvertreterInnen, tritt alle zwei Jahre zusammen und trifft Beschlüsse auf Basis der Empfehlungen des IBC. Mit der Hilfe von IBC und IGBC hat die UNESCO in den letzten Jahren bereits drei Erklärungen für Bioethik ausgearbeitet:

Die Globale Ethikwarte (GEObs) ist eine von der UNESCO errichtete Datenbank zu Bioethik und anderen Bereichen angewandeter Ethik in Wissenschaft, Umwelt und Technologie, mit dem Ziel, weltweit ExpertInnen und Institutionen miteinander zu vernetzen.
Um den Bereich Ethik in der Bildung zu fördern, gründete die UNESCO 2004 das Ethics Education Programme (EEP), das die Staaten bei der Umsetzung unterstützen soll.
Mit der Errichtung der Weltkommission für Ethik in Wissenschaft und Technologie (COMEST) 1998 wird der wachsenden Reflexion über die ethischen Aspekte des Fortschritts Rechnung getragen.

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