Österreichische UNESCO-Kommission

Die UNESCO in Österreich

Im Rahmen ihrer Fachbereiche nehmen die Zentralstellen des Bundes, wie das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und das Bundeskanzleramt sowie die Österreichische UNESCO-Kommission UNESCO-Agenden in Österreich wahr.

Welterbe

Die Liste des UNESCO-Welterbes umfasst derzeit über 936 Kultur- und Naturstätten in mehr als 150 Staaten, darunter neun Welterbestätten in Österreich: Das historische Zentrum der Stadt Salzburg, das Schloss und die Schlossgärten von Schönbrunn, die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein Salzkammergut, die Semmeringbahn, das historische Zentrum der Stadt Graz und Schloss Eggenberg, die Kulturlandschaft Wachau, das historische Zentrum von Wien, die Kulturlandschaft Fertö-Neusiedler See und die Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen.

Immaterielles Kulturerbe

Zum immateriellen Kulturerbe“ zählen Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes verstehen. Gleichzeitig erfasst dieser Begriff auch die Instrumente, Objekte und kulturellen Räume, die mit dem jeweiligen immateriellen Kulturerbe in Zusammenhang stehen. Mittlerweile zählt das nationale Verzeichnis mehr als 50 Eintragungen.

Biosphärenparks

Biosphärenparks sind international anerkannte Land- oder Küstenökosysteme, in denen Modelle für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Biosphäre entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. In Österreich gibt es derzeit sechs Biosphärenparks: Gossenköllesee, Gurgler Kamm, Lobau, Neusiedlersee, Grosses Walsertal und Wienerwald.

Memory of the World Register

Die UNESCO führt ein Memory of the World Register, um das dokumentarische Erbe – Bücher, Manuskripte, audiovisuelle Medien in Bibliotheken und Archiven – weltweit zu erhalten. Derzeit umfasst das Register über 238 Eintragungen, Österreich kann insgesamt zwölf Einträge im Weltregister verzeichnen: das Wiener Dioscurides-Manuskript, das Schlussdokument des Wiener Kongresses, die Historischen Sammlungen des Phonogrammarchivs, die Papyrussammlung, die Schubertsammlung, den Atlas Blaeu-Van der Hem, die Brahms Sammlung, die Gotischen Baurisse, die Tabula Peutingeriana, den Arnold-Schönberg-Nachlass, den Mainzer Psalter und als Gemeinschaftseintragung die Bibliotheca Corviniana.

UNESCO-Schulen

Über 9000 Schulen aller Schultypen in über 180 Ländern der Erde bilden das UNESCO-Schulnetzwerk. Diese so genannten UNESCO-Schulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Anliegen der UNESCO – Friedenserziehung, Förderung der Demokratie und der Menschenrechte, Umweltbildung, interkulturelles Lernen etc. – in ihrer täglichen Arbeit umsetzen. Derzeit sind 74 österreichische Schulen als UNESCO-Schulen anerkannt.

UNESCO-Lehrstühle

Universitäten und Forschungsinstitutionen, die sich verpflichten, im Ziel- und Themenhorizont der UNESCO zu forschen und zu lehren, werden als UNESCO-Lehrstühle anerkannt. Derzeit gibt es über 700 dieser anerkannten Forschungseinrichtungen in 128 Ländern, davon fünf UNESCO-Lehrstühle in Österreich: