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Welterbe

Kultur- und Naturerbestätten mit außergewöhnlichem universellem Wert  
Foto: © Alexander Eugen Koller

Welterbestätte Wien - Heritage Impact Assesment & Monitoring Mission

Auf Einladung der Republik Österreich erstellen aktuell internationale Experten ein umfassendes Gutachten über den Erhaltungszustand des Welterbes „Historisches Zentrum von Wien“ (Heritage Impact Assesment). Weiters erfolgte von 12.-14. Novmember 2018 eine UNESCO-Monitoring Mission - internationale ICOMOS-Experten überprüften vor Ort, ob der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte noch gegeben ist. Dieser Mission-Bericht ist dann folgend die Grundlage für die Beschlussempfehlung für das Welterbekomitee 2019.

Das ‚Historisches Zentrum von Wien‘ wurde seitens des Welterbekomitees 2017 auf die Rote Liste, die Liste des gefährdeten Welterbes, gesetzt. Schon seit 2012 beobachtet und kommentiert die UNESCO sehr nachdrücklich die Bauplanung in und rund um die Kernzone der Welterbestätte - vor allem das geplante Bauprojekt am Heumarkt sowie die fehlenden, rechtlich verankerten Planungs- und Schutzinstrumente gaben letztendlich den Ausschlag für die Einstufung als gefährdetes Welterbe.

Aktueller Stand nach der Welterbekomitee-Tagung 2018: Forderungen seitens der UNESCO bleiben aufrecht - die UNESCO anerkennt Bemühungen der Republik Österreich – und wartet die UNESCO/ICOMOS-Monitoring-Mission im November 2018 ab.

  • UNESCO anerkennt Maßnahmenpaket (3-Stufen-Plan) der Bundesregierung zum Erhalt der Welterbestätte Wien und wartet konkrete Vorschläge (corrective measures) und UNESCO/ICOMOS-Monitoring-Mission Mitte November 2018 ab. (ICOMOS-ExpertInnen sind ca. 1 Woche in Wien, um sich vor Ort ein Bild vor Ort zu machen).
  • Das ‚Historische Zentrum von Wien‘ bleibt somit weiterhin als gefährdet eingestuft auf der Roten Liste. Alle Forderungen seitens der UNESCO bleiben aufrecht.
  • Österreich muss bis Mitte April 2019 über getroffene oder geplante corrective measures nach Paris berichten. Auf Grundlage dieses Berichts entscheidet das Welterbekomitee dann im Juni 2019 über weitere Schritte.

    3-Stufen Plan zum Erhalt des Welterbestatus für Wien 


    Die österreichische Bundesregierung hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien für 2018 einen 3-Stufenplan zur Befassung mit der gefährdeten Welterbestätte ‚Historisches Zentrum Wien‘ erarbeitet, der seitens der UNESCO akzeptiert wurde und somit eine aufschiebende Wirkung für die Entscheidungsfindung hat.

    1 / März 2018: Workshop mit den Akteuren in Österreich, 3 externe ExpertInnen waren vom Bundeskanzleramt eingeladen, ihre Expertise abzugeben
    Worshopergebnisse / Expertisen von C. Reicher, B. Ringebeck, V.M. Lampugnani

    2 / Oktober 2018:
    Heritage Impact Assesment – internationale ExpertInnen sind auf Einladung des Bundeskanzleramtes zu Besuch in Wien und erstellen ein umfassendes Gutachten über den Erhaltungszustand des Welterbes „Historisches Zentrum von Wien“.  Das Ergebnis wird für Jänner 2019 erwartet.

    3 / UNESCO/ICOMOS-Monitoring-Mission 12.-14. November 2018

    ICOMOS ExpertInnen waren  3 Tage vor Ort in Wien. Diese UNESCO/ICOMOS-Monitoring Mission auf Einladung der Republik Österreich soll den gegenwärtigen Erhaltungszustand unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse des Workshops und des „Heritage Impact Assessments“ beurteilen und feststellen, ob der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte noch gegeben ist. Der Bericht darüber wird Grundlage der Beschlussempfehlung für das Welterbekomitee 2019 sein.

    „Die UNESCO möchte jede Chance nützen, die zu einem positiven Ergebnis und somit zu einem Verbleib Wiens auf der Welterbeliste führt. Sie wartet nun die UNESCO/ICOMOS-Monitoring-Mission ab, die auf Einladung der Republik Österreich im Herbst 2018 stattfindet. Bis Mitte April 2019 müssen dann allerdings schriftlich die getroffenen sowie geplanten corrective measures, also konkrete Lösungsvorschläge, seitens Österreich in Paris vorgelegt werden“, so Gabriele Eschig, Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission.“

    Welterbekomitee
    Das Welterbekomitee setzt sich aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen. Es entscheidet jährlich über die Neuaufnahme von Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste, befasst sich mit dem Erhaltungszustand der eingeschriebenen Stätten und entwickelt Lösungen für gefährdete Stätten.

    Welterbekomitee-Sitzung 2019 in Aserbaidschan

    Die nächste Sitzung des Welterbekomitees findet im Juni / Juli 2019 in Baku, Aserbaidschan statt.

Karlsplatz Wien - einer der städtebaulichen Problempunkte im Rahmen des Heritage Impact Assesments und der Monitoring Mission.

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