Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe
Die mit 1. Jänner 2006 innerhalb der Österreichischen UNESCO-Kommission eingerichtete Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe wird gefördert aus den Mitteln des
Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, des
Lebensministeriums sowie des
Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend.
Die zentralen Tätigkeitsfelder der Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe setzen sich aus drei Bereichen zusammen:
- Schnittstelle für nationale und internationale Kooperationen und Koordinationen, darunter insbesondere Unterstützung des österreichischen Ratifizierungsprozesses
- Plattform für den interdisziplinären Dialog sowie Vernetzungsorgan von Kulturpolitik, Wissenschaft, Wirtschaft und gelebter Alltagskultur
- Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit
Den thematischen Schwerpunkt bildet derzeit das Themengebiet „Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum“, einer der fünf Bereiche, den die Konvention im Zusammenhang mit immateriellem Kulturerbe identifiziert. Die Nationalagentur setzt damit den Fokus in der Auseinandersetzung mit der Thematik neben dem Bereich der bei uns etablierten „Volkskultur“ (regionale Lied-, Musik-, Tanz- und Erzählkultur etc.) bewusst auch auf lokales, über Generationen gesammeltes Erfahrungswissen. Gerade in Zeiten von Klimawandel und Globalisierung kann eine solche Vertiefung Impulse für die Rolle des Individuums im globalen Prozess setzen.