Springe zum Hauptinhalt

Immaterielles Kulturerbe

Bräuche, Wissen, Handwerkstechniken  
Foto: © UNESCO/James Muriuki

Salzburger Festschützenwesen
Gesellschaftliche Praktiken in Salzburg, aufgenommen 2010

Das Festschützenwesen ist Bestandteil des Brauchtums im gesamten Land Salzburg. Obwohl sich vor allem das zum Schießen verwendete Gerät von Ort zu Ort massiv unterscheidet – der Bogen reicht von traditionellen Holzgewehren bis hin zu Prangerstutzen und Böllern – sind die Aufgaben, die die Schützenvereine in den Gemeinden wahrnehmen, sehr ähnlich.

Die Ursprünge der Salzburger Schützentradition gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die heutigen Festschützen entwickelten sich vor allem aus den Bürgerwehren der Städte und Märkte, die eine wichtige Rolle für die Landesverteidigung spielten. Vor etwa 400 Jahren entstand im gesamten Salzburger Land der Brauch, diese Schützenvereinigungen auch in die Gestaltung weltlicher und vor allem kirchlicher Feiern mit einzubeziehen. Dadurch entstand jenes Lärmbrauchtum, das sich im Laufe der Zeit zu einem Fixpunkt in den traditionellen Festen der Kirche, der Ehrbezeugung für Würdenträger, aber auch zu persönlichen Anlässen entwickelte. Ob Fronleichnamsprozession, Hochzeit, Begräbnis, Empfang eines Politikers/einer Politikerin oder Geburtstag eines Mitgliedes – die Anlässe, bei denen die Salzburger Festschützen in Aktion treten, sind mannigfaltig.
Derzeit besteht ein großes Interesse der jungen Generation an der weiteren Ausübung der Salzburger Festschützentradition. In vielen Fällen werden nicht nur die Kenntnisse, sondern auch die verwendeten Feuerwaffen von Generation zu Generation in der Familie vom Vater an den Sohn weitergegeben, was dazu führt, dass manche noch heute verwendete Prangerstutzen teils über 200 Jahre alt sind.

Kontakt

Landesverband der Salzburger Schützen
Gabriele Beran
Zugallistraße 12 (Petersbrunnhof)
5020 Salzburg
schuetzen@salzburgervolkskultur.at

Downloads

Links

Galerie

Suche im Verzeichnis