Bildung

Das Bildungsprogramm der UNESCO

„Jeder hat das Recht auf Bildung" – so heißt es in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Bildung ist Grundvoraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung.

Innerhalb des Systems der Vereinten Nationen koordiniert die UNESCO die globale Bildungsagenda 2030. Diese folgt dem 2015 ausgelaufenen Weltaktionsprogramm  Bildung für Alle nach und ist integraler Bestandteil der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs). Bildung 2030 soll das Ziel 4 der SDGs umsetzen und bis 2030 für alle Menschen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen.

Bildung ist eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Lebensqualität, für die Überwindung von Armut, für die Erreichung der Chancengleichheit der Geschlechter, die Verringerung der Kindersterblichkeit und des Bevölkerungswachstums, nachhaltige Entwicklung, und letztendlich für Frieden und Demokratie.

Bildung soll dazu befähigen, aktiv und selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilzunehmen und Gegebenheiten kritisch zu hinterfragen.

Bei der Umsetzung der Bildungsziele sollen weltweit alle Partner, insbesondere auch die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft, einbezogen werden.
Bildungsqualität misst sich nicht allein an der Erfüllung von Leistungsstandards. Für die Österreichische UNESCO-Kommission ist sie geknüpft an Werte wie Toleranz, Solidarität, Verständnis für den anderen und Achtung der Menschenrechte, die für das friedliche Zusammenleben im 21. Jahrhundert unabdingbar sind.

In ihrem 70-jährigen Bestehen publizierte die UNESCO zwei wegweisende und bis heute relevante Bildungsberichte. Der „Faure“– Bericht (1972) begründet das Konzept „Lernender Gesellschaften“ und des „Lebenslangen Lernens“. Auf den „Delors“-Bericht (1996) geht das Konzept der „Vier Säulen des Lernens“ (Lernen um zu wissen, zu tun, zusammenzuleben und zu sein) zurück, im Mittelpunkt steht die Bildung der gesamten Persönlichkeit.

Der 2015 publizierte dritte UNESCO-Bildungsbericht „Rethinking Education“ zeichnet ein sehr umfassendes Bild der zentralen Herausforderungen für Bildungssysteme weltweit.

Die wichtigsten Punkte aus „Rethinking Education“:

In ihrem jährlichen Weltbildungsbericht misst die UNESCO die Fortschritte in der Bildung im internationalen Vergleich. Der Global Education Monitoring Report (vorher bekannt als „Global Monitoring Report“) analysiert die Fortschritte für jedes einzelne der Bildungsziele und erläutert Politiken und Strategien, die Fortschritte auf nationaler Ebene ermöglicht oder behindert haben.

Die UNESCO ist federführend an den auch in der Bildungsagenda 2030 ( Unterziel 7) genannten Themenbereichen beteiligt: Global Citizenship Education (GCed) und Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Alle drei bis vier Jahre richtet die UNESCO die Weltkonferenz der BildungsministerInnen aus.