Bildung

Das Bildungsprogramm der UNESCO

„Jeder hat das Recht auf Bildung" – so heißt es in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Bildung ist Grundvoraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung.

Innerhalb des Systems der Vereinten Nationen koordiniert die UNESCO das weltweite Aktionsprogramm „Bildung für alle". Ziel ist die Erreichung der sechs Weltbildungsziele, die bei der Weltbildungskonferenz in Dakar im Jahr 2000 beschlossen wurden.

Bildung ist eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Lebensqualität, für die Überwindung von Armut, für die Erreichung der Chancengleichheit der Geschlechter, die Verringerung der Kindersterblichkeit und des Bevölkerungswachstums, nachhaltige Entwicklung, und letztendlich für Frieden und Demokratie.

Bildung soll dazu befähigen, aktiv und selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilzunehmen und Gegebenheiten kritisch zu hinterfragen.

Bei der Umsetzung der Bildungsziele sollen weltweit alle Partner, insbesondere auch die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft, einbezogen werden.
Bildungsqualität misst sich nicht allein an der Erfüllung von Leistungsstandards. Für die Österreichische UNESCO-Kommission ist sie geknüpft an Werte wie Toleranz, Solidarität, Verständnis für den anderen und Achtung der Menschenrechte, die für das friedliche Zusammenleben im 21. Jahrhundert unabdingbar sind.

Der ganzheitliche Bildungsbegriff der UNESCO und die Anforderungen an Bildung werden in den „vier Säulen des Lernens“ („Delors-Bericht“, 1996) definiert:

In ihrem jährlichen Weltbildungsbericht misst die UNESCO die Fortschritte in der Bildung im internationalen Vergleich. Alle drei bis vier Jahre richtet sie die Weltkonferenz der BildungsministerInnen aus.
Die UNESCO ist federführend für die Weltdekade der Alphabetisierung (2003–2012). Sie ist ebenso verantwortlich für die Umsetzung der Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005–2014), deren Ziel es ist, den Gedanken auf allen Bildungsebenen zu verankern.