Bildung

Global Action Programme (GAP)

Nach Auslaufen der Weltdekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung« hat die UNESCO mit dem „Global Action Programme (GAP) on Education for Sustainable Development“ 2015 bis 2019 ein Follow-up Programm entwickelt, das die Weiterführung der weltweiten Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Ziel hat (Proposal der Generalkonferenz 2013, Resolution der Generalversammlung 2014). Zentrales Dokument zur Orientierung über die Ziele und prioritären Aktionsfelder ist die in Nagoya beschlossene Roadmap for Implementing the GAP.

Nähere Informationen zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Österreich finden Sie unter http://www.weltaktionsprogramm.at/

RoadmapUNESCO Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
deutsche Fassung

Die folgenden fünf Handlungsschwerpunkte (Priority Action Areas) sind darin festgelegt:

Priority Action Area 1)

Strukturelle Verankerung: „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ soll sowohl in der Bildungspolitik als auch im Bereich Nachhaltige Entwicklung etabliert werden, um einen Nährboden für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu schaffen und systematisch Veränderung zu ermöglichen.

Ziel ist die Einbeziehung von BNE in (sub-)nationale, (sub-)regionale und internationale politische Strategien, Programme und Prozesse, die in Zusammenhang mit Bildung und nachhaltiger Entwicklung stehen.

HauptakteurInnen: an erster Stelle sind EntscheidungsträgerInnen im Bildungsbereich gefragt, die Umsetzung von BNE in Form von Strategien und Programmen durchzuführen. Dies inkludiert die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen und die Umsetzung konkreter Aktionen.

Beispiele:

Priority Action Area 2)

Lehr- und Lernumfeld: Nachhaltigkeitsprinzipien sollen in bestehende Strukturen im Bildungsbereich verankert werden.

Ziel ist die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsstrategien in die Entwicklungspläne von Schulen und anderen Ausbildungsinstitutionen sowie in Organisationen im öffentlichen wie privaten Bereich.

HauptakteurInnen sind Führungskräfte aller Institutionen im Bildungssektor. Aber auch kommunale Führungskräfte, Eltern, SchülerInnen und Auszubildende sind wichtige Ansprechpartner für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Beispiele:

Priority Action Area 3)

Aufbau von Kapazitäten bei Lehrenden: Aus- und Fortbildung von Lehrenden zur Vermittlung des Nachhaltigkeitsgedankens

Ziel ist „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in der Lehreraus- und –fortbildung zu verankern (Programme wie eine Trainings-Zertifizierung und Akkreditierungsstandards nach dem Konzept von BNE, sowie die Einbindung von BNE in Berufsbildungs- und Trainingsprogramme). Außerdem müssen die Kapazitäten der Ausbildungseinrichtungen für Lehrende erweitert werden.

HauptakteurInnen sind vor allem die LehrerInnen und TrainerInnen im Bereich von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Eine weitere wichtige Gruppe sind Lehrende, die im Bereich der Lehrer- und Trainerausbildung tätig sind.

Beispiele:

Priority Action Area 4)

Stärkung und Mobilisierung der Jugend: Unterstützung der Jugend als Gestalter für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Ziel ist eine stärkere Einbindung der Jugend in Nachhaltigkeitsthemen: das Angebot an e-learning Möglichkeiten von hoher Qualität soll erweitert werden, Jugendlich  sollen sich verstärkt in BNE-Interessen, Strategieentwicklung und Umsetzung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene involvieren können.  Es sollen mehr BNE-Aktivitäten unter der Leitung von jungen Menschen  durchgeführt werden.

HauptakteurInnen sind junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren – sie sind sowohl die treibende Kraft als auch die ProfiteurInnen dieser Maßnahmen. AkteurInnen sind auch Organisationen, die einen Fokus auf Jugend legen oder von jungen Menschen geleitet werden, ebenso wie Institutionen, die Jugend im öffentlichen oder privaten Sektor unterstützen.

Beispiele:

Priority Action Area 5)

Förderung auf lokaler Ebene: Schaffung nachhaltiger Lösungsansätze auf kommunaler Ebene durch Verstärkung von Programmen und Multi-Stakeholder-Netzwerken im Bereich der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Ziel ist die Integration von BNE-Programmen und –Perspektiven in die Planung und Entscheidungsfindung von Gemeinden.  Die Zahl der Multi-Stakeholder-Netzwerke soll auf lokaler Ebene erhöht und die bestehenden Netzwerke erweitert werden.

HauptakteurInnen sind die öffentliche Hand, lokale VertreterInnen aus dem Bildungsbereich wie etwa dem Schulausschuss und LeiterInnen von Bildungseinrichtungen, ebenso wie Führungskräfte aus der Privatwirtschaft und NGOs sowie lokale Medien.

Beispiele: