Bildung

Auszeichnung von UN-Dekadenprojekten

2005 konstituierte sich an der Österreichischen UNESCO-Kommission unter dem Titel „Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen“ ein Fachbeirat für die UN-Dekade. Mitglieder sind VertreterInnen der federführenden Ressorts (BMBF und BMLFUW) und der ADA (Austrian Development Agency) sowie ExpertInnen aus dem Universitäts- und NGO-Bereich.

Nachhaltigkeit lässt sich nur dezentral realisieren. Eine der wichtigsten Strategien zur Umsetzung der UN-Dekade ist daher die Unterstützung der AkteurInnen vor Ort. Die Auszeichnung offizieller österreichischer UN-Dekaden-Projekte, die von 2006 bis 2014 zweimal pro Jahr durch die Österreichische UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Frauen und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vergeben wurde, stellte diesen Gedanken in den Mittelpunkt. AkteurInnen der Bildung für nachhaltige Entwicklung in ganz Österreich waren eingeladen, ihre Projekte auf der Bildungslandkarte einzutragen. Dabei konnten die Projektverantwortlichen bekannt geben, ob sie sich für die Auszeichnung als UN-Dekaden-Projekt bewerben möchten.

Die österreichischen Dekaden-Projekte setzen Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort um. Mit der Auszeichnung sollte die Beteiligung an der UN-Dekade in Österreich nach und nach sichtbar gemacht und den AkteurInnen die Möglichkeit gegeben werden, sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Eine weitere der Auszeichnung zugrunde liegende Überlegung war, dass Standards und Leitbilder einer Bildung für nachhaltige Entwicklung noch nicht ausreichend entwickelt sind. Deshalb sind Pilotprojekte und deren Auswertung wichtig für die Schärfung des Nachhaltigkeitsbegriffes.

Die Anerkennung offizieller österreichischer UN-Dekaden-Projekte erfolgte zweimal im Jahr. Eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des ÖUK-Fachbeirats, zeichnete anhand von Kriterien die besten Projekte als „UN-Dekaden-Projekte“ aus.

Ein ausgezeichnetes UN-Dekadenprojekt: