Bildung

Basisbildung und Alphabetisierung

Die UNESCO ist federführend für die UN-Weltdekade der Alphabetisierung (2003–-2012). Ihr Ziel ist es, weltweit für alle Menschen ein Umfeld zu schaffen, das Alphabetisierung und den Erwerb von Grundfertigkeiten fördert.
Der Welttag der Alphabetisierung am 8. September erinnert jedes Jahr daran, dass es in vielen Ländern immer noch ein Privileg ist, lesen und schreiben zu können.

Etwa 67 Millionen Kinder wachsen ohne Schulbildung auf. Etwa 793 Millionen Erwachsene sind AnalphabetInnen, vorwiegend in den Entwicklungsländern. Zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Süd- und Westasien, die arabischen Staaten und die Länder Afrikas südlich der Sahara sind besonders betroffen.

Funktionalen Analphabetismus gibt es aber auch in Industriestaaten: Für die EU-Mitgliedsstaaten schätzen ExpertInnen die Zahl auf 10–30 Prozent der Gesamtbevölkerung (Entschließung des Europäischen Parlaments zu Analphabetismus und sozialer Ausgrenzung).

Die internationale Alphabetisierungsarbeit zielt vor allem auf politische Maßnahmen zur Reduzierung des Analphabetismus, die Entwicklung von geeigneten Lehr- und Lernmaterialien und die qualifizierte Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen ab. Gerade im Bereich der Alphabetisierung hebt die UNESCO die Notwendigkeit eines kulturell sensiblen Ansatzes hervor, der auf die lokalen Gegebenheiten Rücksicht nimmt und nicht dem Prinzip "one size fits all" entsprechen darf.

Frauen sind eine Hauptzielgruppe in allen internationalen Aktionsplänen und Übereinkünften. Hand in Hand mit der Alphabetisierung von Frauen gehen ein höheres Gesundheitsbewusstsein, die Verbesserung der Hygieneverhältnisse, Wissen um und Schutz vor HIV/AIDS etc., eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass auch Mädchen in den Genuss von Bildung kommen, ein Rückgang der Kindersterblichkeit und der Geburtenrate sowie größere Einkommensmöglichkeiten einher und ist die beste Investition in zur Armutsreduzierung.

Weiterführende Links: Basisbildung in Österreich: